Golfspiel muss flexibel angelegt sein!

Golfspielen auf verschiedenen Plätzen macht häufig Veränderungen in Körperaufbau, Ausrichtung, Schwüngen u.ä. notwendig, z.B. bedarf es auf stark ondulierten Plätzen diesbezüglich anderer Positionen als auf flachen Plätzen. Ein Golfschüler benötigt daher einige Erfahrungen im Umgang mit solchen objektiven Bedingungen, um auf allen Plätzen gemäß seiner subjektiven Möglichkeiten optimal spielen zu können. Allerdings bieten die Übungsbereiche der Range mit ihren flachen manikürten Oberflächen nicht immer die perfekten Voraussetzungen, um alle Golfplatz Situationen meistern zu können. Im allgemeinen werden die Übungszeiten auf der Range nur dazu verwendet, um Schläge aus ebenen Lagen zu üben. Ich empfehle daher, auch ab und zu aus schwierigen Lagen, z.B. bergauf – bergab, höher oder tiefer als der Ball, aus hohem Gras usw. zu trainieren. Ferner sollten Sie auch herausfinden und daran arbeiten, wie weit Sie mit Ihren einzelnen Schlägern schlagen. Beim Spielen auf dem Platz geht es darum, die unterschiedlichen Entfernungen besser zu bewältigen und dadurch effizienter und kontrollierter zu spielen. Um ihr Potential zu maximieren, sollten Sie nicht nur wissen, wie weit Sie mit den jeweiligen Schlägern schlagen können, sondern auch, ob es Ihnen möglich ist, zusätzlich 5 bis 8 Meter weiter zu schlagen, ohne sich dabei zu überfordern. Dies gilt nicht nur für gute Handicap-Spieler, sondern ebenso für die höheren!
Abschlag auf der 6 in Golf in WallBeispiel: Ein Spieler nimmt für einen 140-Meter Schlag ein 7er Eisen. Der auszuführende Schlag muss jedoch leicht den Berg hoch gespielt werden, zudem steht der Wind dem Spieler entgegen. Hier stellt sich die Frage, ob dieser Spieler in der Lage ist, das Eisen 7 fünf bis acht Meter weiter zu schlagen oder ob es ratsam ist, den nächst höheren Schläger zu wählen, der allerdings durch die Flugkurve und den flacheren Eintreffwinkel auf das Grün mehr Roll hat. In dieser Spielsituation gibt es häufig keine Alternative, weshalb es ratsam ist, schon beim Trainieren seine Technik so zu strukturieren, dass – wenn nötig – einige Meter mehr herauszuholen sind.

Voraussetzungen für einige Meter mehr Schlaglänge:
Es sind Schwung– und Aufbauänderungen vorzunehmen, weshalb ich dem Spieler empfehle, einen leicht breiteren Stand als normal einzunehmen, um dadurch eine stabilere Standbasis zu bekommen, mit der er dann ein längeren, schnelleren und kraftvolleren Schwung auszuführen vermag. Die Ballposition sollte dabei – im Vergleich zur normalen Position – ein paar Zentimeter zurück zum rechten Fuß hin  gebracht werden. Die Hände kommen dadurch leicht vor den Ball. Diese Ansprechposition ermöglicht einen mehr nach unten gehenden Schwung und durch die Handposition ändert sich der Loft des Eisen 7 mehr zu einem Eisen 6 hin. Wird der Ball im Impactbereich zentral getroffen, ist es die Schlägerkopf-Geschwindigkeit, die dem Ball Höhe und größere Entfernung gibt. Um die nötige Schlägerkopfgeschwindigkeit zu bekommen, sollte der Schwung etwas länger werden, das heißt die Arme sollten etwas höher zurückschwingen und die Körperdrehung muss größer als normal sein. Die meisten Tour-Spieler, ebenso wie erfolgreiche Golfer, verfügen bei der Ausführung normaler Golfschläge über Kraft- und Schwungreserven. Ihre Schwunggeschwindigkeit um eine Stufe zu erhöhen und einige Meter mehr aus  ihrem Schwung herauszuholen, stellt für sie kein Problem dar. Ein Faktor allerdings, der durch die Ballposition und durch die Erhöhung der Schwunggeschwindigkeit geschaffen und beachtet werden muss, ist der Spin, den der Ball bekommt. Denn  durch die Art der Aufbau- und der Rückschwungveränderung wird der Ball mehr in einer abwärtsgehenden Bewegung getroffen. Das Schlägerblatt weist dann, weil die Hände vor dem Ball sind, weniger Loft auf. Der Ball fliegt höher, obwohl er mehr aus der Mitte des Standes abgespielt wird. Durch die Schwunglänge und Geschwindigkeit kommen einige Meter mehr an Länge zustande. Die Art des Treffens entscheidet auch darüber, ob der Ball Sidespin hat. Es gibt hier den Draw und den Fade, den alle erfolgreichen Spieler beherrschen müssen.

Den gesamten Bericht könnt Ihr hier nachlesen.

Euer Stephan

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