Ryder Cup 2014 Ball

Ryder Cup – Team Europe

Wie sollte es anders sein, aber ich muss Euch ja das Team Europe etwas näher bringen. ;-) Dabei werde ich mich mal auf die Spieler beschrönken, die ab Freitag den Team USA den “Zahn ziehen” werden.

Ryder Cup 2014 Team EuropeThomas Bjorn

Bjørn, von seinen Kollegen auch “Major Tom” genannt, hat bislang fünfzehn Siege auf der Tour zu Buche stehen, zuvor hatte er vier Turniere auf der zweitgereihten Challenge Tour gewinnen können. Sein bislang bestes Jahr war 2000, mit dem 5. Platz in der Geldrangliste European Tour Order of Merit. Im Jahre 2003 verspielte er beim wohl bedeutendsten Turnier, der Open Championship, den schon sicher scheinenden Sieg mit einer Serie von missglückten Bunkerschlägen und musste sich am Ende mit Rang zwei begnügen. Im prestigeträchtigen Ryder Cup spielte Thomas Bjørn 1997 und 2002 für, und begleitete als Vizekapitän 2004 und 2012 die jedes Mal siegreiche europäische Mannschaft. 2001 wurde er zu Dänemarks Sportler des Jahres gewählt.

Jamie Donaldson

In seinen ersten Jahren startete Jamie Donaldson auf der Challenge Tour durch und konnte 2001 die BMW Russian Open und den Telia Grand Prix gewinnen. Nach dieser starken Saison wollte der Waliser seine ersten Erfolge auf der European Tour feiern. Die ersten beiden Jahre beendete er im Mittelfeld der European Order of Merit, also der Geldrangliste der European Tour. Im Jahr 2004 hatte er allerdings mit Rückenproblemen, die ihn letztlich die Spielberechtigung auf der Tour kosteten, zu kämpfen. Erst 2007 feierte er mit einem erneuten Sieg auf der Challenge Tour seine Rückkehr ins Profilager. Mitte 2012 fuhr Jamie Donaldson seinen ersten European-Tour-Sieg ein. Bei der Irish Open im Royal Portrush Golf Club zeigte der Waliser eine starke Leistung und feierte mit einem Vorsprung von vier Schlägen vor dem Spanier Cabrera-Bello seinen ersten großen Triumph. Auch in den Jahren 2013 bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship und 2014 bei der D+D Real Czech Masters folgten weitere Erfolge. In diesem Jahr liegt Jamie Donaldson im Race-to-Dubai auf dem dritten Platz. Ein Beleg für seine konstanten Leistungen in der bisherigen Saison.

Mit Stephen Gallacher und Victor Dubuisson ist er der dritte Ryder-Cup-Neuling im Bunde des europäischen Teams. Beim Ryder Cup ist die Stimmung eine ganz andere. Der Druck, gerade für Rookies, ist immer sehr groß, da der Fokus der Medien häufig auf ihnen liegt. In gewisser Weise hat Jamie Donaldson Glück, dass in Gleneagles mit Stephen Gallacher auch ein Schotte zum ersten Mal am Ryder Cup teilnehmen wird.

Victor Dubuisson

Dubuisson hatte eine sehr erfolgreiche Amateurkarriere, gewann unter anderem die European Amateur Championship 2009 und stieg zur Nummer 1 der Amateurweltrangliste auf. Nach seiner Teilnahme bei der Open Championship 2010 wurde er Berufsgolfer. Im selben Jahr qualifizierte er sich über die qualifying school für die European Tour. Seinen ersten Erfolg verbuchte er im November 2013 mit dem Gewinn der Turkish Airlines Open. Der damit verbundene Siegerscheck in Höhe von € 848,930 bedeutete das bis dato höchste Preisgeld für einen französischen Golfer. Seinen internationalen Durchbruch schaffte Victor Dubuisson bei der PGA “WGC Accenture Match-Play-Championship” vom 19. bis 23. Feb. 2014 im “The Ritz-Carlton Golf Club at Dove Montain – Marana”, USA, mit dem 2. Platz. Im Finale des mit 9 Mio $ dotierten Turnieres (Lochspiel) musste er sich nur Jason Day geschlagen geben: 1 Down im Stechen nach dem 5. Extraloch. In den Runden zum Finale bezwang er 5 Topspieler der Weltrangliste: Kevin Streelman (5 auf 4), Peter Hanson (3 auf 1), Bubba Watson (1 auf), Graeme McDowell (1 auf) und Ernie Els mit 1 auf. Preisgeld: 1.530.000 $ für den Sieger Day, 906.000 $ für Dubuisson. Im März 2012 belegte Dubuisson in der Golfweltrangliste noch Platz 233. Mit diesen Erfolgen verbesserte er sich auf Rang 23 und ist in den Kandidaten-Kreis des Ryder-Cup-Teams Europa für 2014 aufgestiegen.

Ryder Cup 2014 Martin Kaymer beim TrainingStephen Gallacher

1995 siegte der Schotte mit dem Walker Cup Team und spielte bereits ein Jahr später auf der European Tour. Erst vier Jahre später schaffte er den Sprung in die Top 100 der Order of Merit, der Geldrangliste der European Tour. Im Oktober 2004 gelang ihm dann der erste Sieg bei der Dunhill Links Championship. Nach einem Stechen gegen Graeme McDowell entschied der Schotte das Turnier für sich und beendete die Saison auf dem 15. Platz der Order of Merit. Seinen zweiten größten Titel sicherte sich Gallacher bei der Omega-Dubai-Desert-Classic im Jahr 2013. Stephen Gallacher spielt jetzt schon mehr als zehn Jahren auf der European-Tour. In dieser Zeit konnte er bereits einige Male auf sich aufmerksam machen. Mit seinen fast 40 Jahren zählt Gallacher zu den älteren Eisen im europäischen Ryder-Cup-Team. Obwohl seine Karriere nicht nur von Siegen geprägt war, spielte er in diesem Jahr bei den Majors oben mit. Er überzeugte mit einem geteilten 34. Platz beim Masters und einem geteilten 15. Platz bei der Open Championship. Aus diesem Grund hat sich Ryder-Cup Kapitän Paul McGinley für den Schotten entschieden. In Gleneagles möchte der Schotte von seinem Heimvorteil profitieren und mithilfe der schottischen Euphorie der Fans das europäische Team unterstützen. Mit Gallacher hat das Team Europa ein Spieler gewonnen, der sich mit den Bedingungen und den Beschaffenheiten eines schottischen Platzes auskennt. Sein Wissen könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein.

Sergio Garcia

Sergio García war bereits als Amateur erfolgreich. Neben Amateurturnieren gewann er 1997 mit der Catalonian Open Championship ein Profiturnier. 1999 wechselte er mit Handicap +5 ins Profilager. Gleich in seinem ersten Profijahr belegte er hinter Tiger Woods den zweiten Platz bei den US PGA Championship in Medinah. Es folgten Siege auf der amerikanischen und europäischen Tour. Im Jahr 2000 wurde ihm der “Sport-Oscar” als bester Newcomer verliehen. Fünfmal in Folge (seit 1999) stand er im europäischen Ryder Cup Team. 2006 war Garcia mit vier Siegen in fünf Spielen erfolgreichster Spieler, und musste sich nur Stewart Cink im abschließenden Einzel-Lochwettspiel geschlagen geben.

Martin Kaymer

Es muss ja nicht immer Text sein! ;-)

Graeme McDowell

Wie viele der jüngeren britischen Golfergarde besuchte McDowell eine US-amerikanische Universität, die University of Alabama at Birmingham von 1998 bis 2002. Er erreichte 2001 und 2002 den ersten Rang unter den College-Golfern, verbesserte dabei bestehende Rekorde von Luke Donald und Tiger Woods, und war 2001 Mitglied des siegreichen Teams von Großbritannien und Irland im Walker Cup. Im Jahr 2002 wurde McDowell Berufsgolfer und gewann schon bei seinem vierten Start auf der European Tour sein erstes Turnier, die stark besetzten Volvo Scandinavian Masters. 2004 siegte er bei den Telecom Italia Open und beendete die Saison auf Platz sechs der European Tour Order of Merit.

Ab 2005 bestritt McDowell auch Turniere auf der nordamerikanischen PGA TOUR, für die er aufgrund seiner zeitweiligen Platzierung in den Top 50 der Golfweltrangliste genügend Einladungen bekam. Er erspielte sich jedoch so viel Preisgeld, dass er für die Saison 2006 die volle Teilnahmeberechtigung erlangte. Allerdings blieben vorerst weitere Erfolge aus und McDowell wandte sich ab der Saison 2007 auch wieder dem europäischen Turniergeschehen zu. Graeme McDowell war Mitglied des siegreichen GB & Irland Teams bei der Seve Trophy 2005 und gewann mit der europäischen Mannschaft 2006 die Royal Trophy gegen die besten Golfer Asiens. 2008 spielte er erstmals in der europäischen Ryder Cup-Mannschaft. Im Juni 2010 errang er mit einem Sieg bei den US Open seinen ersten Major-Titel. Im Oktober 2010 sicherte er den Sieg des europäischen Teams im Ryder Cup 2010.

Rory McIlroy

Ryder Cup 2014 Martin Kaymer mit Rory(* 4. Mai 1989 in Holywood, Nordirland) ist ein nordirischer Profigolfer. Er ist die derzeitige Nummer eins der Weltrangliste und vierfacher Major-Champion. Zudem ist er nach Luke Donald der zweite Golfer, der sowohl die Geldrangliste der PGA Tour als auch der European Tour gewinnen konnte, was ihm im Jahr 2012 in beiden Turnierserien den Titel Player of the Year einbrachte.

Im Alter von 15 Jahren war McIlroy Mitglied des siegreichen europäischen Teams beim Junior Ryder Cup 2004. Ein Jahr später wurde er der jüngste Gewinner sowohl der West of Ireland Championship als auch der Irish Close Championship. Beide Titel konnte er im darauf folgenden Jahr verteidigen und auch die European Amateur Championship für sich entscheiden. Im selben Jahr vertrat McIlroy Irland in der Eisenhower Trophy und siegreich bei der Amateur World Team Championship. Im Februar 2007 stand er für eine Woche an der Spitze der Weltrangliste der Amateure. Bei der Open Championship 2007 in Carnoustie gewann er als bester Amateur die Silver Medal. In jenem Jahr stand McIlroy in der Mannschaft von Großbritannien & Irland im Walker Cup, welche den USA knapp unterlegen war. Schon wenige Tage nach seinem 16. Geburtstag hatte McIlroy seinen ersten Auftritt bei einem Turnier der European Tour, den British Masters 2005. Mit 17 Jahren gelang ihm seine erste Platzierung im Preisgeld, bei den Dubai Desert Classic 2007, das er allerdings als Amateur nicht annehmen durfte. Im September 2007 wurde er Berufsgolfer und erspielte sich über Einladungen zu Turnieren der European Tour genügend Preisgeld, um sich die volle Spielberechtigung für die nachfolgende Saison zu sichern. Am Ende jener Spielzeit belegte er den 95. Rang in der European Tour Order of Merit, ein Jahr später war McIlroy bereits auf Platz 36 zu finden.

Im Februar 2009 gelang ihm schließlich der erste Turniersieg, bei der stark besetzten Dubai Desert Classic. Damit erreichte er auch den Aufstieg in die Top 20 der Golfweltrangliste. Nach einem dritten Platz bei der PGA Championship und einem zweiten Platz bei der Dubai World Championship wurde McIlroy am Ende der Saison Zweiter im Race to Dubai und drang in die Top 10 der Weltrangliste vor. Seit 2010 spielt McIlroy auch in den USA auf der PGA Tour. Seinen ersten Sieg holte er sich Anfang Mai bei der Quail Hollow Championship. Nachdem er noch im April 2011 beim The Masters eine Führung von vier Schlägen nach dem dritten Tag einbüßte und auf dem geteilten 15. Platz abschloss, gelang ihm im Juni sein erster Sieg bei einem Major Championship. Er gewann die US Open mit dem bis dahin besten je gespielten Ergebnis bei diesem Turnier von 16 Schlägen unter Par, womit er die alte Bestmarke (-12) von Tiger Woods aus dem Jahr 2000 unterbot. Nach diesem Turnier wurde er auf Platz 4 der Weltrangliste eingestuft. Im November 2011 rückte McIlroy auf Platz 2 vor. Im Januar 2012 wurde McIlroy mit dem Laureus Sport Award in der Kategorie World Breakthrough of the Year ausgezeichnet. Durch den Sieg bei der Honda Classic konnte McIlroy im März 2012 erstmals Rang 1 in der Weltrangliste übernehmen. Damit ist er mit 22 Jahren der bisher zweitjüngste Weltranglistenerste. Im August konnte er sich bei der PGA Championship mit dem Rekordvorsprung von acht Schlägen (zuvor Jack Nicklaus mit sieben) seinen zweiten Major-Sieg sichern. Er übernahm damit wieder vorübergehend die Führung in der Weltrangliste. Im Juli 2014 gewann er die Open Championship und somit sein drittes Major. Nach dem Sieg bei den WGC-Bridgestone Invitational im August rückte er wieder auf Platz eins der Weltrangliste vor.

Ryder Cup 2014 Gruens

Ian Poulter

(* 10. Januar 1976 in Hitchin, England) ist ein englischer Profigolfer der European Tour und der nordamerikanischen PGA TOUR. Er wurde 1994 Berufsgolfer, konnte sich aber erst nach seinem ersten Sieg auf der Challenge Tour 1999 und die Tour School für die European Tour qualifizieren. In seiner ersten Saison gewann Poulter die Italian Open und bekam den Sir Henry Cotton Rookie of the Year Award 2000. Weitere Siege folgten in den nächsten Saisonen, darunter die prestigeträchtigen Volvo Masters im Jahre 2004. Im September 2006 gewann er die Open de Madrid. In der European Tour Order of Merit konnte Poulter 2003, 2004 und 2006 in den Top 10 landen. Nachdem er die Qualifikation für den Ryder Cup 2001 noch knapp verpasst hatte, war er 2004 Mitglied des siegreichen europäischen Teams. Dadurch bekam Poulter die Spielberechtigung für die PGA TOUR und seit 2005 teilt er seine Starts zwischen den beiden großen Turnierserien auf. Seinen größten Erfolg feierte Poulter im Februar 2010 mit dem Sieg bei der WGC-Accenture Match Play Championship in Arizona. Im Endspiel besiegte er seinen Landsmann Paul Casey mit 4 und 2. Mit 1,02 Mio Euro erhielt er das bislang höchste Preisgeld seiner Karriere und verbesserte sich vorübergehend auf Platz 5 der Weltrangliste.

Justin Rose

Im Alter von 5 Jahren kam Justin Rose nach England und durchlief als Jugendlicher eine erfolgreiche Amateurkarriere, der er 1998 – noch vor seinem 18. Geburtstag – mit einem Aufsehen erregenden vierten Platz bei der Open Championship in Royal Birkdale die Krone aufsetzte. Eine Woche nach dem Major wurde er Berufsgolfer, konnte sich aber zunächst nicht behaupten. Ab der Saison 2001, die Rose als 33. der European Tour Order of Merit abschließen konnte, etablierte er sich in der europäischen Elite und im Jahre 2002 gelangen ihm zwei Titelgewinne. Rose klassierte sich am Ende jener Spielzeit auf Rang 9 der Geldrangliste und erreichte 2003 sein bestes Ranking in der Golfweltrangliste mit Platz 33. Im November 2006 gewann er sein drittes Turnier auf der European Tour, das Australian MasterCard Masters, welches bereits zur Saison 2007 zählt und ein gemeinsames Event mit der PGA Tour of Australasia ist. Mit einem weiteren Erfolg, jenem beim Volvo Masters – dem hochdotierten Abschlussturnier der European Tour –, konnte er sich in der Saison 2007 den ersten Platz in der europäischen Geldrangliste (European Tour Order of Merit) und damit die Harry Vardon Trophy sichern, sowie vorübergehend unter die Top 10 der Golfweltrangliste vorstoßen. Auf der US-amerikanischen PGA TOUR gelang Rose im Juni 2010 beim Memorial Tournament der erste Turniersieg, dem er einen Monat später einen zweiten folgen ließ. Er spielte viermal für England im World Cup und war Mitglied in den siegreichen Teams von Großbritannien & Irland bei der Seve Trophy 2003 und 2007. Beim Ryder Cup 2008 stand Rose zum ersten Mal in der europäischen Mannschaft. Den größten Erfolg seiner Karriere feierte er mit dem Gewinn der U.S. Open 2013.

Henrik Stenson

(* 5. April 1976 in Göteborg) ist ein schwedischer Profigolfer, der auf der European Tour und der nordamerikanischen PGA Tour spielt. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere – abschließend spielte er 1998 für sein Land in der Eisenhower Trophy in Chile – schlug Stenson Ende 1998 die Berufslaufbahn ein und gewann schon in der nächsten Saison 1999/2000 die Geldrangliste der Challenge Tour. Dadurch kam er 2001 zur European Tour und holte sich dort bislang sechs Turniersiege und mehrere Spitzenplatzierungen bei Top-Events. 2005 wurde Stenson Achter der European Tour Order of Merit (Geldrangliste), 2006 verbessert er sich auf Rang sechs, 2007 auf Rang vier, und rangierte unter den Top 20 der Golfweltrangliste. Nach dem Gewinn der Players Championship im Mai 2009 erreichte Stenson mit Rang 5 seine zwischenzeitlich beste Platzierung in der Weltrangliste.

2005 wurde er erstmals ins europäische Team bei der Seve Trophy einberufen und war Mannschaftsbester. 2006 gewann er im Team Europa die Royal Trophy gegen die besten Golfer Asiens und stand ebenso in der siegreichen Mannschaft Europas im Ryder Cup. Im November 2008 holte er mit Robert Karlsson den World Cup für Schweden. Nach diesen Erfolgen durchlebte Henrik Stenson eine tiefe sportliche Krise, während der er zeitweilig aus den Top 200 der Weltrangliste herausrutschte. Erst im Jahr 2012 meldete er sich mit seinem nächsten Turniersieg (European Tour – die South African Open) zurück. Ein neuer Karrierehöhepunkt stellte sich im Jahr 2013 ein, als er neben einigen Top-Platzierungen (u. a. zweiter bei den British Open) gleich zwei der hochdotierten Playoff-Turniere des FedEx Cups gewinnen und sich gleichzeitig den Gesamtsieg mit 10 Mio. US$ Preisgeld sichern konnte. Danach gewann er auch das Race to Dubai der European Tour und hat damit als erster Golfer der Geschichte in derselben Saison diese beiden bedeutendsten Jahreswertungen für sich entscheiden können. In der Weltrangliste verbesserte sich Stenson bis auf Platz drei.

Lee Westwood

(* 24. April 1973 in Worksop, Nottinghamshire) ist ein englischer Profigolfer der PGA European Tour. Westwood begann im Alter von 13 Jahren mit dem Golfsport, was relativ spät für zukünftige professionelle Turnierspieler ist. Aber schon zwei Jahre danach wurde er Jugendmeister von Nottinghamshire. 1990 gewann er sein erstes Amateurturnier, die Peter McEvoy Trophy, dann 1993 die British Youth Championship und im selben Jahr wurde er Berufsgolfer.

Der erste Sieg auf der European Tour gelang Westwood 1996 beim Volvo Scandinavian Masters, bald danach folgte die Sumitomo Visa Taiheiyo Masters in Japan. Sein Erfolgslauf hielt 1997 mit der Verteidigung dieses japanischen Titelgewinns an, gefolgt von Siegen bei den Benson & Hedges Malaysian Open, den bedeutenden Volvo Masters in Spanien und schließlich besiegte Westwood den großen Greg Norman im Playoff der Holden Australian Open. Auch im Ryder Cup spielte er gemeinsam mit Nick Faldo in diesem, für ihn, außergewöhnlichen Jahr. Trotzdem konnte Westwood diese Erfolge in den nächsten Jahren sogar noch übertreffen und hatte seinen Höhepunkt in der Saison 2000, als er die europäische Tour mit sechs Turniersiegen klar beherrschte. Beim Ryder Cup 2004 lochte Westwood den, die Cupverteidigung sichernden, Putt und war mit seinen 4½ von 5 möglichen Punkten der beste Einzelspieler bei diesem historischen 18½ zu 9½ Triumph des europäischen Teams. 2006 wurde er von Kapitän Ian Woosnam als captain’s pick in die Mannschaft aufgenommen, die den Pokal mit dem gleichen Ergebnis verteidigen konnte. Westwood stand bislang sechsmal in Folge (seit 1997) im europäischen Team.

2009 war Westwood, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, so erfolgreich wie selten. Sowohl bei der British Open als auch der PGA Championship war er nah dran an seinem ersten Major-Sieg. Bei beiden Turnieren belegte er den geteilten dritten Rang. Siegreich war er in diesem Jahr beim Abschlussturnier der European Tour im November. Mit 23 unter Par und sechs Schlägen Vorsprung gewann er die sogenannte Dubai World Championship. 4,2 Millionen Euro Preisgeld bedeuteten gleichzeitig den Sieg in der Geldrangliste, dem Race to Dubai. Der doppelte Triumph beim Abschlussturnier und in der Jahreswertung der European Tour gelang zuvor nur zwei weiteren Spielern, zuletzt Colin Montgomerie 1993. “Mein Erfolg im Jahr 2000 war ein Höhepunkt meiner Karriere. Da war ich aber noch sehr jung und grün hinter den Ohren. Ich hatte zwischenzeitlich vier harte Jahre durchgemacht und bin sehr froh, dass ich wieder zurückkommen konnte”, so Westwood nach dem Sieg. Insgesamt siegte Westwood bislang bei 23 Events auf der European Tour und hatte weitere Turniererfolge in Nordamerika, Afrika, Asien und Australien. Am 1. November 2010 übernahm er erstmals vorübergehend die Führung in der Golfweltrangliste.

Mehr Infos gibt es dann wenn es so richtig los geht! Zum Schluß noch ein Rückblick!

Euer Stephan

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Ryder Cup – heiße Phase!

1_CourseDer ewige Vergleich steht vor der “Tür” – der Ryder Cup. Benannt nach dem Golffan Samuel Ryder, der Pokal und einen Geldpreis für das neue Turnier stiftete, fand der Ryder Cup erstmals 1927 nur zwischen Golfern aus den USA und Großbritannien statt. Die ersten Teamkapitäne waren Ted Ray (Großbritannien) und Walter Hagen (USA). Bei der ersten Austragung in Worcester MA konnte sich die USA den Sieg deutlich mit 9,5 zu 2,5 Punkten sichern. Von 1939 bis 1945 wurde der Ryder Cup wegen des Zweiten Weltkriegs abgesagt. 2001 wurde das Match wegen der Terroranschläge des 11. September um ein Jahr verschoben und findet seitdem in geraden Jahren statt.

Die amerikanischen Golfer dominierten den Cup phasenweise nach Belieben, zwischen 1935 und 1973 konnte sich die britische Auswahl nur ein einziges Mal erfolgreich durchsetzen. Um den Wettkampf ausgeglichener zu gestalten, wurde die britische Mannschaft ab 1973 mit Golfern aus Irland verstärkt, seit 1979 können Spieler aus ganz Europa als Gegner der USA aufgeboten werden. Seitdem ist das Kräfteverhältnis ausgeglichener: Obwohl das amerikanische Team meist als Favorit antritt, konnte Europa seither zehn von 17 Wettbewerben für sich entscheiden.

Der Ryder Cup hat sich im Laufe seiner Geschichte zunehmend zu einem ernstgeführten Vergleich der Alten gegen die Neue Welt entwickelt. Untypisch für den eigentlich so vornehm-zurückhaltenden Golfsport schaukeln sich die Emotionen zuweilen extrem hoch – in den 1990er Jahren bis hin zu Vorwürfen der Unsportlichkeit.

Schon beim ersten Blick auf die einzigartige Landschaft um Gleneagles erkannte Nicklaus sofort die atemberaubende Schönheit des ländlichen Perthshire. Von nahezu überall boten sich spektakuläre Aussichten auf die nahen Ochil Hills, den Pass nach Glendevon und die Grampian-Berge am Horizont. Es verwundert also nicht, dass der 18-malige Majors-Sieger schwärmte: “Dies ist das schönste Fleckchen Erde, auf dem ich jemals arbeiten durfte.” Hier ist die Heimat der “Bravehearts” – und der Kampf um den Ryder Cup auf Nicklaus’ modernem Traditionsplatz wird nichts für schwache Nerven. Wie alle anspruchsvollen Plätze wird der PGA Centenary die Spieler gleichermaßen fordern, ärgern und manchmal auch zur Verzweiflung treiben. Da sind zum Beispiel die Löcher 9 und 18, zwei Par-5-Löcher und von Nicklaus noch einmal umgebaut. Hier kann man mit einer riskanten Spielweise viel gewinnen, aber ebenso auch viel verlieren. Die Versuchung ist groß, mit dem zweiten Schlag das Grün anzugreifen, doch Gefahren lauern überall. Wenn etwas schief läuft, wiegen die Konsequenzen schwer. Kurz gesagt: perfekt für Matchplay.

Der Par-72-Platz ist etwa 6.500 Meter lang und besteht aus fünf Par-5-, vier Par-3- und neun Par-4-Löchern. Das Design ist amerikanisch-modern, mit großen Bunkern und Hindernissen, die in der Luft überwunden werden müssen. Damit bietet der PGA Centenary einen schönen Kontrast zu den beiden anderen berühmten Plätzen in Gleneagles, dem King’s und dem Queen’s Course. Um den Platz auf den Ryder Cup vorzubereiten, wurden weder Kosten noch Mühen gescheut. Das Thema Qualität wurde großgeschrieben, und so könnte man den Kurs vielleicht sogar als “den BMW unter den Golfplätzen” beschreiben. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Auch man auf die Launen des schottischen Wetters hat man sich vorbereitet: Alle 18 Grüns wurden mit Unterluftsystemen ausgestattet, die überschüssiges Wasser absaugen. Damit ist die Oberfläche der Grüns immer in trockenem und perfektem Zustand. Mit Installationskosten von über 500.000 Euro ist das Unterluftsystem zwar nicht billig, doch das Geld ist gut angelegt. Ansonsten wurde der Platz in den vergangenen Jahren grundlegend modernisiert und verbessert.

EUROPEAN TEAM

Thomas Bjorn, Jamie Donaldson, Victor Dubuisson, Stephen Gallacher, Sergio Garcia, Martin Kaymer, Graeme McDowell, Rory McIlroy, Ian Poulter, Justin Rose, Henrik Stenson und Lee Westwood

TEAM USA

Keegan Bradley, Rickie Fowler, Jim Furyk, Zach Johnson, Matt Kuchar, Hunter Mahan, Phil Mickelson, Patrick Reed, Webb Simpson, Jordan Spieth, Jimmy Walker und Bubba Watson

Mehr Infos gibt es dann wenn es so richtig los geht! Zum Schluß noch ein Rückblick!
Euer Stephan

Echse auf den Ball gekommen

Auf die Echse gekommen – Golf und Natur

Am Wochenende hieß es wieder: Raus auf den Golfplatz und spielen mit Freunden! Auf Grund der GVBB Mannschaftsmeisterschaften, die in Golf in Wall statt fanden, spielten wir auf unserem 9 Loch Familyplatz. Der hat es auch in sich und kann auch von Leuten gespielt werden, die noch keine Platzreife haben. Also wer gerne mal Golf ausprobieren möchte, der ist in Golf in Wall gerne eingeladen! Aber zurück zu unserem Wochenende, was aus der Sicht des Wetters gar nicht so gut aussah. Um 10:00 Uhr starteten wir in zwei 3er Flights, die wir meistens auslosen, zur ersten 9 Loch Runde. Da es sich bei dem Familyplatz um Par 3 und 4 handelt, kommt das Kurze Spiel sehr oft zum Tragen. An diesem Tag, an dem das Wetter vom ersten Abschlag immer besser wurde, lief es für mich persönlich sehr gut. Unterm Strich war ich nach der ersten Runde nur 5 Schläge über Par und konnte mich über meine Putts, gefühlt aus allen Lagen, freuen.

20140920_133205_resizedNach einer Kaffeepause, in neuer Zusammsetzung, spielten wir die selben Löcher noch einmal. Auch auf dieser Runde konnte ich moich über einige lange Putts die fielen freuen. Das Highlight war ein Putt aus einem Grünbunker. Mann muss dazu sagen, der Sand war locker, es gab zum Grün keine richtige Kante und so dachte ich mir, ich könnte ja mal den Putter ausprobieren. Der Ball kam auf dem Grün schnell ins rollen und lief an der rechten Lochkante ums Loch und kippte von hinten rein.

20140920_133127_resizedMittlerweile war die Sonne draußen und die Damen hatten es schon bereut, dass Sie den Rock Zuhause gelassen hatten. Der Tag entwickelte sich zu einem sonnigen Spätsommertag und wir hatten alle eine Menge Spaß. Auch auf der zweiten Runde spielte ich eine 36 und somit lag ich nach 18 Loch auf dem Familyplatz mit einer 72er Runde nur 10 über Par. Puh, so würde ich gerne mal auf den “großen” 18 Loch Platz in Wall spielen. Ok, der ist etwas länger und dann sind da ja noch ein paar Par 5 Löcher dabei. ;-) Auf der zweiten Runde lernten wir dann noch auf dem Fairway der 3 die Heimechse kennen. Diese ließ sich von uns nicht aus der Ruhe bringen und machte sogar noch mit, als ich ihr meinen Finder unter das Vorderbein schob. Auch der Golfball konnte die Eidechse nicht aus der Ruhe bringen und nachdem wir einige “Erinnerungsbilder” gemacht haben, spielten wir weiter und das Landtier genoss die Sonnenstrahlen!

Tiere sieht man immer wieder auf dem Golfplatz. Oft sind es Besucher, auf die man eher als Golfer verzichten könnte, denn es werden auch Schäden auf den Abschlägen und Fairways hinterlassen. Besonders, wenn es zum Abend hin ruhiger auf der Runde wird, dann tauchen immer mal wieder Hasen, Greifvögel, Schwäne, Rehe usw. auf der Spielfläche auf. Das sind dann die Momente, wo ich als Golfer innehalte und die Natur genieße. Aber nuatürlich nur für einen Augenblick um dann den Golfball in Richtung Fahne zu befördern.

Nach einer weiteren Pause spielten wir dann die 10 bis 18 auf dem Königsplatz. Der erste Tag der Mannschaftsmeisterschaft war weit vor uns und so konnten wir nach 18 Loch Familyplatz entspannt auf die letzten 9 Löcher des Tages gehen. Gemeinsam machten sich zwei Damen und zwei Herren auf die Runde und ich versuchte meine gewonnen Erfahrungen von der Clubmeisterschaft in die Tat umzusetzten. Bis dort hin war es immer wichtig auf dem Weg zum Loch mit den einzelnen Schlägen möglichst viele Meter zu machen. An der Clubmeisterschaft, die ja am ersten Tag über 36 Löcher ging, versuchte ich viel bewusster und kraftsparender zu spielen. Also öfter man mit einem Eisen abzuschlagen um sicher zu sein, dass der Ball gut für den zweiten Schlag zum liegen kommt. Als auf “Teufel komm raus” Meter mit den Driver machen zu wollen. Jeder Golfer hat so eine Zone von der er gerne das Grün anspielt. Bei mir liegt die zwischen 90 und 120 Meter. Da kann ich einfach das richtige Eisen aus meinem Bag ziehen und kann mir sicher sein, dass die Länge passt. Wenn es nicht klappt, dann liegt es eher an der Ausrichtung. Mit dieser Maxime ging ich gestern über den Königsplatz und musste feststellen, dass ich in Zukunft nicht immer beim Par 4 oder 5 zum Driver greifen muss. Ein wunderschöner Samstag fand dann wieder auf der Terasse angekommen sein Ende und nach 9 Stunden Golfplatz ging es wieder nach Hause!

20140920_133057_resizedEine Sache wurde mir wieder bewusst, das Spiel entscheidet sich nie am Abschlag, sondern eine präzise Annäherung ab 120 Meter und die Putts entscheiden über Sieg und Niederlagen. Natürlich freut man sich über einen super Drive, aber in die Erinnerung “brennt” sich eher die super Annäherung oder der 8 Meter Putt, der mit der letzten Umdrehung ins Loch fällt. Also daran muss man arbeiten und vielleicht muss man auch noch mal den Körper etwas mehr abverlangen, solange er es mit macht. ;-) Damit meine ich die bei mir immer noch vorliegende steife Hüfte. Wenn ich meine eigenen Videos anschaue, dann frage ich mich oft warum ich das abwärts des Speckgürtels überhaupt auf die Runde mitnehmen. OK irgendwie muss ich ja von A nach B kommen, aber in Sachen Golfschwung “vergesse” ich immer wieder die Hüfte. Sobald ich mal die Hüfte mit ins Spiel bringe, werden die Schläge präziser und zum Teil auch weiter. Mal sehen ob ich da meinen Körper in den nächsten Wochen und Monaten noch zu etwas mehr Beweglichkeit überreden kann. Vielleicht wird dann noch aus dem “Steiftier”  noch ein etwas beweglicher Golfer! Ihr wisst ja, die Hoffnung stirbt zu letzt! In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Spiel!

Euer Stephan

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Eine gepflegte 71er Runde gespielt!

102_1461-0.00.05.13Heute haben wir uns bei strömenden Regen in Golf in Wall getroffen und nachdem uns Markus am Counter sagte, das gut 40 Minuten nach unserer Ankunft der Regen vorbei sein sollte, besprachen wir 8 was wir machen. Der erste SChritt in der Abstimmung war schnell gemacht: Wir wollten alle Golf spielen! ;-) Kurz entschlossen wurden zwei 4er Teams zusammengelost, die die 18 Loch im Scramble spielen sollten. Ich startete im Team 1 mit Karin, Kerstin und Olav und das zweite Team bildeten Martina, Gaby, Manni & Manuel. Wie “versprochen” hörte es tatsächlich auf zu regnen und so gingen wir auf die Runde. Ganz klar, das Ziel war, das Team 2 “in Grund und Boden” zu spielen, oder anders gesagt ganz viel Spaß zu haben.

102_1461-0.00.43.00Bis auf ganz wenige Regentropfen blieben wir dann tatsächlich 18 Löcher trocken und hatten zum Schluß 3 Bogey, 11 Par und 4 Birdie auf der Scorecard. Damit kamen wir mit -1 zurück ins Clubhaus. Die 71er Runde hat uns allen viel Spaß gemacht und jeder konnte sich über mindestens einen sehr langen Putt freuen, den er versenkt hatte. Olaf & ich machten die Erfahrung, wenn wir für die Damen, die ja immer nach uns abschlugen, den Druck erhöhten (natürlich nicht mit Absicht), dann funktionierte es richtig gut.

102_1462-0.00.18.21Eigentlich sagt man ja auch, dass man beim Putten auch nicht in der verlängerten Puttlinie hinter dem Loch stehen sollte. Aber auch das konnten wir widerlegen, da einem gewissen Herrn bei der Situation, dass eine gewisse Dame ihm vom hinter der Fahne “Anweisungen” gab, alles richtig machte. ;-) Und bei so viel Spaß auf der Runde zeigte sich auch kurzfristig mal die Sonne. Was will man von einem Tag mehr erwarten, der eigentlich mit dicken Regentropfen begann?! Auch die riesigen Nacktschnecken, die immer wieder lange Spuren aufs Grün “zauberten” konnten uns nicht aus dem Konzept bringen. Es passte halt heute alles bei uns.

102_1462-0.00.43.17Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass das Team 2 mit einer super 75 zurück ins Clubhaus kam und wir ab sofort einen Mrs. Putti in unseren Reihen haben! Komisch es gibt so Tage das versenkt man jeden Putt und an anderen funktioniert das Putten nicht und dafür glänzt man mit Abschlägen. Das man aber auch nie alles zusammen auf den Punkt bringen kann. So wie gewohn gibt en neben den Bildern noch ein paar Videosequenzen von unserer 18 Loch Runde in unserem Wohnzimmer!

Wir hatten wieder einen tollen Tag und keiner hat das rauskommen bereut.Ich bin ja mal gespannt, ob ich es irgendwann mal schaffe, alleine eine Runde unter Platzstandard zu spielen. Noch bin ich davon gute 20 Schläge entfernt, aber es soll ja noch ein paar Jahre Golf gespielt werden.

Euer Stephan

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Clubmeisterschaften 2014 meine Erlebnisse bei der Premiere

Club LogoSamstag der 6.9.2014 um 6:40 Uhr gingen für mich die Clubmeisterschaften schon los. Olaf sammelte mich ein und wir machten uns auf den Weg. Auf dem Programm standen für die Jungsenioren an diesem Tag 2 x 18 Loch und ich muss Euch echt sagen, davor hatte ich viel Respekt. WerkzeugkastenIch kann mich noch an meine erste 18 Loch Runde erinnern, wo ab Hole 14 die Kraft und Konzentration stark nachließ. Also bepackt mit Nüssen, Äpfeln und Getränken machte ich meinen Trolley und die Schläger klar. Olaf startet 2 Stunden vor mir und so konnte ich die Zeit auf der Driving Range und mit Schlägerreinigung verbringen. Klar bei so einer Premiere muss das “Werkzeug” glänzen. Mein Ziel für die 3 bevorstehenden Runden war ganz klar: Ich will unter 300 Schläge bleiben und viel Spaß haben. Den Spaß am ersten Tag hatte ich dann tatsächlich mit meinem Flightpartner Uwe, der mich mit den Worten begrüßte: “Wir gehen heute eine Tagesehe ein!” Um 9:22 Uhr ging es dann los und es ging ab wie die “Feuerwehr”. Nach 5 Löcher hatte ich 4 Par und einen Double Bogey auf der Scorecard. Ich glaube so einen Start habe ich in Wall noch nie hingelegt und Uwe zog richtig mit. Das es nicht so weiter gehen konnte war ja klar, aber die Nervösität war wie verflogen. Bei sonnigem Wetter spielte ich eine 98 und hatte damit mein HCP auf den Platz gebracht. Aber schaut selbst wie ich gespielt habe. Scorecard Tag 1Olaf beim einputtenNach ca. 60 Minuten Pause ging es bei gefühlten 30 Grad auf die zweite Runde. Natürlich war der gute Start am Morgen in meinem Kopf. Aber die 1 zog mir glkeich mal den Zahn, denn statt Par wurde es ein Double Bogey. Also einfach weiter machen und Spaß haben. Auch Uwe hatte mit mir seinen Spaß, denn unsere Drives hatten so ziehlich die gleiche Länge und wir kamen irgendwann auf die Idee, es reicht doch wenn einer abschlägt und der andere legt seinen Ball daneben. Aber natürlich haben wir uns artig an die Regeln gehalten. Auf den zweiten 18 Loch habe ich dann versucht nur Kraft zu sparen und spielte wie am Morgen auf den erste 9 wieder 4 Par. Wow, was geht denn heute ab. Einen noch besseren Score, als die erreichte 95er Runde, habe ich mir am letzten Loch, der 18 einem Par 4, verbaut. Aber ich hatte mein Tagesziel erreicht und bin mit 193 Schläge 7 unter den angestrebten 200 geblieben.

Scorecard Tag 2Gefühlt nach 8 Stunde Golf mit 193 Schlägen + Driving Range + Probeschwünge wollte mein Körper nicht mehr so richtig. Also eigentlich ging es schon an der 16 los, wo ich das Gefühl hatte, dass abwärts der Knie nichts mehr vorhanden ist. Wie im Tunnel wurden die letzten Löcher gespielt und ich hatte vorher noch nie 36 Löcher an einem Tag gespielt.  Aber die Glückshormone, das ich es “überlebt” habe, verdränkten die keinen Aua, die man mit 48 dann doch haben darf ;-). Egal, ab nach Haus und erst einmal runter kommen.

Start erste Runde an Tee 1Am Sonntag musste mich Olaf nicht ganz so früh abhalten, denn ich startete um 10:00 Uhr im Dreierflight. Eigentlich sind alle davon ausgegangen, das sich zwischendurch mal die Wolken öffnen, aber das Wetter zeigte sich wieder von der besten Seite. Der leichte Muskelkarter in den Waden vom Vortag begleitete mich dann am Sonntag 18 Löcher und ich hatte fest mein Ziel im Blick – weniger als 300 Schläge auf 54 Löcher. Es wurde mit neuen Flightpartnern eine angenehme Runde und zum Schluß kam eine 101 raus. Was sich natürlich auf meine HCP wieder negativ auswirkte, was ich gefühlt 18 Stunden vorher erspielte hatte. Mit 294 Schlägen, HCP 23.8 und müden Knochen kam ich dann am Abend wieder Zuhause an. Zur Clubmeisterschaft hat es nicht gereicht ;-) , aber eines steht fest, ich bin 2015 wieder dabei. Es war ein tolles Erlebnis bei tollem Wetter und ich möchte allen Teilnehmern für Ihre Runden gratulieren. Die letzte Runde seht Ihr hier noch einmal.Scorecard Tag 3Habt Ihr denn schon mal bei der Clubmeisterschaft mitgespielt und wenn ja wie ist es Euch ergangen?

Euer Stephan