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Nedbank Golf Challenge in Sun City

In Südafrika wird an diesem Wochenende die Nedbank Golf Challenge im Gary Player Country Club auf der European Tour 2015 gespielt. Seit Donnerstag spielen dort in Sun City auch Marcel Siem und Martin Kaymer. Am Donnerstag zauberte Marcel an der 17. Siem befindet sich weiter auf einem Höhenflug. Das Highlight an einem insgesamt starken Tag ereignete sich auf der 17, einem 437 Meter langem Par 4. Dort steuerte sein zweiter Schlag zunächst in Richtung Rough auf der rechten Seite des Grüns. Der Ball bekam jedoch einen glücklichen “Bounce” und kam zurück in Richtung Fahne. Es wurde das Eagle. Ein zweifacher Schlaggewinn, der ihm an diesem Loch ein neues Auto beschert: einen Volvo V40 T5. Da es Siem aber aufgrund seines Sponsors vermutlich nicht an einem geeigneten Fahruntersatz mangelt, freute sich der Deutsche wahrscheinlich mehr über die Verbesserung auf dem Leaderboard.

Am Freitag dominierte Mr. Donald. Angesichts fordernderer Spielbedingungen auf dem ohnehin schon anspruchsvollen Gary-Player-Platz in Sun City zeigte Luke Donald, dass er seit seiner erfolgreichsten Hochphase samt Weltranglistenvorsitz im Jahr 2011 nicht viel verlernt hat. Allein auf den ersten neun Spielbahnen versenkte der 34-jährige Brite sechs Birdies und konnte auch auf den verbliebenen neun Bahnen fehlerfrei bleiben und schließlich mit einer makellosen 63 auf insgesamt zehn unter Par gehen – und damit die Führung übernehmen.

“Es ist schon etwas her, dass ich richtig tief gescored habe. Aber die letzten Wochen haben einige Anzeichen von Verbesserungen sowie einige Rundenergebnisse in den hohen und mittleren 60ern gebracht. Doch neun Birdies auf diesem Platz machen schon eine sehr gute Runde, mit der ich sehr zufrieden bin. Es fühlte sich an, als hätte ich die Kontrolle – seit längerem mal wieder.” Da konnte auch ein ausgewachsener Pavian nichts dran ändern, der auf dem 13. Fairway zielstrebig den Weg kreuzte und für eine Schrecksekunde bei Donald sorgte.

Für Marcel Siem dürfte sich der Eindruck aus der zweiten Runde vertieft haben, dass der Platz des Gary Player CC in Sun City keiner von den breiten Autobahnen der US PGA Tour ist: “Wenn du von der Linie abweichst, bist du meistens ziemlich tot. Dann hagelt es Bogeys. Ich habe versucht, meinen Fade zu schlagen, habe den aber momentan nicht wirklich hinbekommen und bin nach einem Double-Cross in den Büschen gelandet. Das ist zwar ärgerlich, aber so muss es sein. Auf anderen Plätzen komt man mit schlechten Schlägen davon und macht das Birdie – hier nicht.”

So begann der 34-jährige Nordrhein-Westfale seine dritte Runde erneut mit einem Bogey, konnte diesmal aber zumindest umgehend mit Birdie ausgleichen. Doch bis auf eine einzelne Unterspielung auf der Neun blieb es im Ergebnis weitestgehend ausgeglichen, so dass die 71 eine leichte Verbesserung zu Runde zwei darstellt – und sogar die Beförderung um einen Platz auf den alleinigen vierten Rang bedeutet. Denn die eingespielten Tagesergebnisse lagen zwar nicht so deutlich über Par wie am Freitag, als die Runde bei sommerlichen 30°C für einige der Spieler kein Ende zu nehmen schien. Und doch reichten Spielern wie Louis Oosthuizen und Kiradech Aphibarnrat solide Ergebnisse von drei und vier unter Par, um sich unter die besten Zehn Spieler des Leaderboards zu mischen. Demnach brachte die herausragende 65 von Engländer Danny Willett einen ganz besonderen Schub nach vorne, acht regelmäßig verteilte Birdies bei nur einem Bogey brachten den 27-Jährigen zwischenzeitlich in Führung. Doch auch Ross Fisher, der sich seinerseits mit einer zweiten 70er Runde als Kandidat für die rein britische Finalpaarung zu empfehlen gedachte, zog mit pünktlichem Birdie auf der 18 nach: “Morgen wird ein großer Tag. Ich muss nur da rausgehen und so spielen, wie ich es die ersten drei Tage getan habe – und so putten wie am ersten Tag. Wenn mir das gelingt, habe ich sehr gute Chancen auf den Titel.”Nedbank Golf Challenge_Marcel Siem

Allerdings: Luke Donald, erneut mit starker erster Rundenhälfte und Birdie auf dem 500 Meter langen Par 5 der Zehn, hatte sich später zwei Bogeys geleistet. Doch mit der Routine eines ehemaligen Weltranglistenersten legte der in Florida residierende Donald ebenfalls auf der letzten Bahn ein Birdie nach und erobert damit die Spitzenposition bei 13 unter Par von Landsmann Willett zurück. “Ich bin wirklich zufrieden mit meinem Ergebnis. Ich hätte sicher etwas stabiler auf den Back Nine spielen können, doch um ehrlich zu sein ist es auf einem Platz wie diesem schon ziemlich nach Plan, aus einer Führung eine 69 nachzureichen. Es war schön, mit einer Drei eine gute Runde zu beschließen und mich in eine aussichtsreiche Position für morgen zu bringen.” So wird die britische Spitzengruppe Donald, Willett und Fisher am aussichtsreichsten in den Finalsonntag starten – und mit fünf Schlägen Rückstand Marcel Siem auf dem vierten Platz. Nedbank Golf Challenge_Luke Donald

Nedbank Golf Challenge_Martin KaymerMartin Kaymer konnte unterdessen nicht den erhofften Satz aus dem Keller des überschaubaren Teilnehmerfeldes in Sun City machen, allerdings nach einer weiteren durchwachsenen Runde auf der 17 noch per Birdie das erste Tagesergebnis seines Turnieres unter Par einfahren. Doch bei nach wie vor vier über Par dürften die Titelambitionen des Turniersiegers von 2012 verflogen sein. Immerhin liegt Kaymer schlaggleich mit zwei weiteren ehemaligen Gewinnern der Nedbank Challenge, Lee Westwood (2010 & 11) und Thomas Björn – der zur Titelverteidigung angetreten war, bislang aber nach Runden von 80 und 72 das Schlusslicht bildete. Eine deutlich Birdie-reichere 68 hob den bärtigen Dänen nun auf den geteilten 24. Platz.

O-Ton zur vorletzten Golfrunde in 2014 von Marcel Siem: “

Das wird definitiv meine letzte Runde für 2014!!! Ist das heiß hier, der Golfplatz verlangt einem aber auch wirklich alles ab. Geduld ist hier alles. Jetzt muss ich nochmal alle Kraftreserven zusammen kratzen für morgen. Ein letztes Mal Daumen drücken für dieses Jahr bitte!!!”

Euer Stephan

Golferklatsch

Geschenke für Golfer, oder so!

Es ist immer wieder interessant welche “außergewöhnlichen” Geschenke man so für Golfer(innen) im Netz findet. Hier mal eine kleine Auswahl -> vielleicht noch was für Weihnachten! ;-)

Also mal ganz ehrlich, bis auf die handgearbeiteten Manschettenknöpfe kann ich nicht verstehen, was man damit soll!

Euer Stephan

AusOpen2014

Open in Australien das Ergebnis

Eigentlich sollte es das Turnier von Adam Scott werden, und er wollte damit die Niederlage aus dem Vorjahr gegen McIlroy wieder weg machen. Aber es kommt immer alles etwas anders. Der Australier startete mit einer 74er Runde in das Turnier und Rory spielte auf der ersten Runde eine 69. Das konnte Adam Scott am zweiten Tag mit seiner 66er Runde wieder “reparieren” und Rory spielte seine nächste 69er Runde in Australien. Am Samstag verspielte Rory McIlroy den Turniersieg. Denn er kam mit einer 76er Runde zurück und verlor damit viele Plätze auf dem Leaderboard.

Aber eigentlich ging es schon vom ersten Tag an nicht um das Duell, denn ein anderer machte das Turnier zu seiner persönlichen “Show”. US-Golfprofi Jordan Spieth hat souverän die Australian Open gewonnen. Der 21 Jahre alte Ryder-Cup-Spieler distanzierte die Konkurrenz bei dem mit 1,25 Millionen Dollar dotierten Turnier mit einer 63er-Schlussrunde auf dem Par-71-Kurs in Sydney deutlich. Im Abschlussklassement war die Nummer 14 der Welt mit 13 Schlägen unter Par (271) sechs Schläge besser als Lokalmatador Rod Pampling auf Rang zwei.

Adam Scott kam mit -4 auf den 5. Platz und Titelverteidiger und Branchenprimus Rory McIlroy (Nordirland) beendete sein Golf-Jahr auf dem 15. Rang (286 Schläge). Der 25-Jährige gewann mit der British Open und der US-PGA-Championship zwei der vier Majors, verteidigte mit dem Team Europa den Ryder Cup erfolgreich gegen die USA und holte sich Anfang August die Spitzenposition in der Weltrangliste zurück.

Zudem war Rory McIlroy in der Geldrangliste der Europa- und der US-Tour in der Saison 2014 die klare Nummer eins. Deutsche Golfer waren im Australian Golf Club nicht am Start. Nur acht Golfprofis spielten die 4 Runden insgesamt unter Par. Das Leaderboard findet Ihr natürlich wie gewohnt auch hier.

Euer Stephan

wallgangster

Gefühlte -6 Grad in Brandenburg ….

WP_20141129_001… aber das kann uns ja nicht von einer gepflegten Golfrunde in unserem Wohnzimmer abhalten. Am Samstag waren wir noch zu viert unterwegs und spielten mit einem “Boxenstop” nach neun Löchern eine gepflegte Runde. Es war ja das erste mal nach der “warmen” Saison in der Wir in “Winterklamotten” loszogen. Irgendwie war es am Samstag dann noch zu viel, was ich an hatte. Am Sonntag wurde die Jacke durch eine Daunenweste ersetzt und das ging schon viel besser.

Es war mal wieder ein tolles Wochenende und egal ob +30 Grad oder bei Minusgraden, wir haben immer unseren Spaß. Natürlich wurden auch wieder die “Katzen” ausgespielt und heute musste ich mal in den sauren “Apfel beißen”. Aber jetzt kommt die Zeit, wo man aufpassen muss wie der Boden beschaffen ist. Da kann das Thema Divot schlagen schon recht schmerzhaft sein. Denn zum Teil war der Boden schon hart wie Beton. Aber alle sind wir gesund und munter zurück ins warme Clubhaus gekommen und die Frostbeulen wurden durch heißen Kakao gelindert. ;-) Irgendwie vergeht das Wochenende im Winter viel zu schnell!

Euer Stephan

AusOpen2014

Neue Saison steht in den Startlöchern ….

… und in Australien kommt es zum Treffen der “Großen”!

Adam Scott tritt diese Woche auf dem Australian GC an, um sich den für den Australier so wichtigen Titel der Australian Open zu holen – den ihm vergangenes Jahr Rory McIlroy vor der Nase weggeschnappt hat. Die Aussies freuen sich schon auf einen Schwergewichtskampf zwischen Titelverteidiger Rory McIlroy und Adam Scott. Im Vorfeld des Turniers hatte Scott öffentlich immer wieder betont, wie gerne er das Duell mit Rory McIlroy gleich vom ersten Tag an suchen würde. Daher wünschte er sich, mit der aktuellen Nummer 1 der Welt gleich ab der 1. Runde zusammen im Flight zu spielen zu dürfen. Den Gefallen haben ihm die Organisatoren allerdings nicht getan: Adam Scott beginnt die Australian Open zusammen mit dem U.S.-Amerikaner Jordan Spieth und seinem Landsmann Nick Cullen um 12.05 Uhr Ortszeit, während Superstar Rory McIlroy bereits um 7.05 Uhr morgens mit den beiden Australiern Geoff Ogilvy und Matthew Jones mit der Arbeit beginnt. Das direkte Duell mit McIlroy wird Scott also erst ausfechten können, wenn die beiden letzendlich am Sonntagnachmittag aufeinander treffen. Eine Wettkampfatmosphäre wird man dann sicher erwarten können – was man allerdings sicher nicht sehen wird, ist eine angespannte Atmosphäre zwischen den beiden Favoriten.

Die Startzeiten und das Leaderboard findet Ihr natürlich wie gewohnt auch hier. Deutsche Golfer werden wir ab dem 27.11. dort nicht antreffen.

Was macht die Caddiesuche?

AusOpen2014Bei diesen Termin wird Scott diese Woche übrigens immer noch nicht von einem festen Caddie begleitet. Nachdem Scott und Caddie Steve Williams ihre Zusammenarbeit vor zwei Monaten beendet haben, hat Scott noch keine Entscheidung getroffen, wer mit ihm in das kommende Jahr geht. Zurzeit trägt Mike Kerr das Bag für Scott. Der erfahrene Mann aus Simbabwe steht Scott für zwei Wochen zur Verfügung. Kerr arbeitet normalerweise für den Dänen Thorbjörn Olesen, der sich allerdings gerade im Urlaub befindet.

Scott: “Ich bin sehr froh, mit Mike für die nächsten Turniere jemanden gefunden zu haben, der sehr erfahren ist und mit dem ich mich gut verstehe. Mit wem ich in naher Zukunft arbeiten möchte, muss ich mir noch überlegen. Es muss einfach menschlich passen. Mein zukünftiger Caddie muss nicht nur mit mir auskommen können und seine Arbeit gut machen – er muss auch die Menschen in meinem Umfeld verstehen. Ein Steve Williams ist nicht zu ersetzen – ich bin mir aber sicher, dass ich bald jemanden finden werde, der alle Anforderungen erfüllt.”

Zum Schluß noch ein Rückblick auf die 4. Runde in 2013:

Euer Stephan