Golferklatsch

Frau Holle mag kein Golf!

Quelle: wikimedia.org

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber seit Monaten, mit ganz kurzen Unterbrechungen, liegen in unseren Breitengraden Schneeberge rum. Hinzu kommt, dass die sich auch noch auf unseren Fairway´s und Grün´s breit machen. Ich bin der Meinung:

Frau Holle spielt kein Golf!

Nachdem man im Herbst oder frühen Winter die letzte schnee- und eisfreie Golfrunde gespielt hat, geht die Zeit der Quahl los. Jeden Morgen fragt man sich, wann ist der doofe Winter vorbei. Nah gut vielleicht nicht jeden, aber fast jeden. Da hilft nur eine Maßnahme:

Deutschland im Winter verlassen!

2013-01-20-00Oder wie überlebt Ihr als Golfer, dieses schreckliche Jahreszeit (natürlich nur auf das Golfspiel bezogen) ;-) ? OK, die ganz bekloppten Golfer spielen auch im Dezember bei Schneetreiben und Eis auf den Wasserhindernissen. Dazu zähle ich mich natürlich auch. Oder man hat dann das große Glück, mal eine Runde im März ohne Schnee spielen zu können, so wie wir in Fleesensee auf dem Schloß Platz. Aber auch dort hatte uns der Winter am nächsten Tag wieder eingeholt. Da hatte wohl Frau Holle nichts besseres zu tun. Aber viel schöner ist es, wenn man seine 7 Sachen (Golfbag, Polo-Shirts, Golfbälle, Golfschuhe, Sommerhosen, Sonnenbrille und “Sommerhandschuh”) packen kann und in den Flieger steigen kann. In diesem Jahr hatte ich das Glück und konnte Beruf, Hobby und Urlaub für 10 Tage miteinander verbinden. Es zog mich zur Algarve und dort konnte ich bei traumhaften Wetter die ersten “richtigen” Runden in diesem Jahr spielen. Was war das für eine Wohltat für Körper und Golfer-Seele! Aber viel schlimmer ist es dann, wenn man wieder zurück kommt, der Körper aus dem Golferwinterschlaf erwacht ist und HIER immer noch Schnee liegt!

Wem von Euch hat es in der kalten Jahreszeit schon mal in Sachen Golf in die Sonne “gezogen”? Würde mich über Ideen und Vorschläge von Euch freuen, denn der nächste Winter kommt bestimmt! Wo wir, die Wallgang schon unterwegs waren, dass könnt Ihr hier nachlesen.

 Euer Stephan
Golf Top100

Tee1

Warum schlage ich eigentlich mit so einem unförmigen Gerät den Golfball?

Die Sonne scheint durch das Fenster, ein ganz seltener Anblick in diesen Tagen und ich sitze entspannt an meinem Schreibtisch. Zurück gelehnt genieße ich die wenigen Sonnenstrahlen, die mein Gesicht kitzeln und stelle mir die Frage: Warum?

Warum spiele ich seit einem Jahr intensiv Golf?

2006 hatte ich das erste mal, natürlich bei Sonnenschein einen Golfschläger in der Hand. Gerade gestern habe ich mir mal die Bilder von damals angeschaut und mit schrecken festgestellt, dass ich a) weniger Kilo mit mir rumgeschleppt habe und b) der Golfschwung noch etwas chaotisch aussah. Danach kam einige Jahre wo ich keinen Gedanken an diese Sportart verschenkt hatte und im letzten Jahr erlag ich dem Virus! Natürlich wieder im Sommer und seit dem wird der mittlerweile eigene Golfschläger (habe natürlich mehrere davon) sehr oft geschwungen.

Aber wenn ich mir hier schon die Frage stelle, dann sollte ich auch mal nach der Antwort suchen, oder!? In den letzten beiden Jahren bewegte ich mich meistens in meiner Freizeit alleine auf zwei Rädern von a nach b und war danach erschöpft aber glücklich ins Bett gefallen. Jetzt habe ich die Fahrradtasche gegen ein Golfbag getauscht und der Kilometerzähler wird durch die Kamera am Handy ersetzt. Denn wenn ich schon mal auf den Golfplatz unterwegs bin, dann will ich in ein paar Jahren auch noch in Erinnerungen “versinken”. Und dazu eignen sich natürlich fotografische Dinge hervorragend.

Driving Range Golf in WallSeit Anfang 2012 gibt es diesen Blog in dem ich regelmäßig über die eigenen Erfahrungen, die Erlebnisse der Wallgang und über das Golferleben im allgemeinen schreibe. Ich denke auch mal recht erfolgreich, denn über  15.000 Leser bis heute, das hätte ich mir am 1.1.2012 nicht geträumt. Aber zurück zur eigentlich tiefsinnigen Frage (siehe oben ;-) ). Auch wenn ich mich am Anfang, bzw. am Neuanfang etwas ungelenk angestellt habe, so habe ich schnell die Liebe zum Golf entdeckt. Erschwerend kam noch hinzu, dass wir mittlerweile eine Truppe sind, die oft gemeinsam die Golfschläger schwingt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Das schöne an diesem Sport ist auf der einen Seite, die Chance andere Leute, die das selbe tun, kennen zulernen und auf der anderen Seite bei einer ganz privaten Runde (ich und mein Bag), die Ruhe und Natur zu genießen. Auch fühlt man sich nach 18 Löcher Golf angenehm erschöpft und das nicht nur körperlich sondern auch geistig. Denn wenn man sich nicht bei jeden Schlag, und in meinem Fall sind es noch viele bei 18 Löcher, konzentriert, dann verliert man den Ball im Wasser oder ärgert sich über den “Gurkenschlag”!

Neulich hatte ich ein traumhaftes Erlebnis in Sachen Golf. Nein es war kein Hole in one. Es war das Erlebnis zu einer eher unmenschlichen Uhrzeit, 4:57 Uhr, am Abschlag zu stehen und den Golfkurs in “Angriff” zu nehmen. Auch wenn wir nicht in den Sonnenaufgang spielten, denn die ersten Löcher gingen eher in Richtung Westen, so hatten wir zu zweit, das riesige Gelände nur für uns. Das sind die Augenblicke, die für mich den Golfsport so schön machen. Bei Turnieren lernt man immer wieder nette Menschen kennen und wenn man nicht gerade ein Lady geschlagen hat, dann verlaufen die Runden mittlerweile auch recht anständig. Man sitzt vor der Runde und nach der Runde gemütlich zusammen und lacht über die “Gurkenschläge” vom Tag oder erzählt von den Erfahrungen auf anderen Golfplätzen.

Es sind viele Eindrücke, die man beim Golf gewinnen kann und die diesen Sport so interessant machen. Natürlich ist auch klar, dass man mit einem gewissen Ehrgeiz an die Sache ran geht und man freut sich auch über die kleinen Erfolge. Das erste Par auf dem Heimplatz, der erste gelungene Bunkerschlag oder in meinem Fall eher der Sieg über den Driver. Man was hat mir diese “Ballkeule” am Anfang Nerven gekostet. Aber mittlerweile weiß ich, wenn es mal bei einem Schlag nicht so läuft, dann ist weder der Platz, der Greenkeeper oder der Flightpartner schuld! Und nach so einem Schlag wird sofort ein Hacken dahinter gemacht und ich gehe positiv an den nächsten Schlag ran. So bleiben die “Gurkenschläge” dann nur noch im Unterbewusstsein und stören mich selten auf der Runde oder bei einem Turnier. Frei nach dem Motto: Immer nach vorne schauen. Unterm Strich bin ich gerne draußen, genieße auch dort ab und zu die Ruhe und den sportlichen Ehrgeiz. Alles Dinge, die man beim Golf haben kann und wie bereits erwähnt, lernt man auch noch nette Menschen kennen. Stand heute, kann ich mir keine andere Sportart vorstellen, die mir diese Impulse (Vorsicht Suchtgefahr!) gibt! So das wollte ich mal los werden! Ich hoffe ich habe Euch nicht zu sehr gelangweilt! ;-) So das war jetzt der 181ste Beitrag, den ich in diesen Blog “gepinselt” habe und das innerhalb von 198 Tagen. Möchte nicht wissen wie dick mittlerweile das Buch wäre, wenn ich die Beiträge alle ausdrucken würde ;-) ….

Wir treffen uns in den nächsten Tagen mal wieder hier im Netz oder vielleicht schaut Ihr mal in unserem Heimatverein vorbei. Wir würden uns freuen, fragt einfach nach der WallGang.

Euer Stephan

Golf_Kunst 06

10 Monate Golfplätze in Portugal, Spanien, Italien und Deutschland

In den letzten Monaten habe ich mich auf den verschiedenen Golfplätzen dieser Welt rumgetrieben. Auch wenn wir in den letzten Monaten eher Regen als Sonne hatten, so konnte ich viele schöne Aufnahmen machen. Die kleine Diashow, soll Euch einen  Einblick gewähren ;-) . 10 Monate in 7:44 Minute!  Nicht auf allen habe ich gespielt, aber schon bevor ich meine Platzreife in der Tasche hatte, konnte ich den einen oder anderen Platz fotografisch festhalten.

Was wir in den letzten Monaten so alles getrieben haben, dass könnt Ihr gerne in diesem Blog nachlesen. Das letzte Highlight war die Teetime um 4:57, unser privates Turnier und natürlich die Reise ins Hochsauerland.

Ein Scherz noch zum Abschluß:
Vier Männer nähern sich dem 15. Loch. Der erste Golfer schlägt den Ball mit einem Hook links über den Zaun. Der Ball fliegt auf die Straße, springt dort auf und trifft einen vorbeifahrenden Linienbus, klatsch von diesem ab und springt direkt auf das Grün.
Alle staunen. Da fragt einer den Golfer: “Sag mal, wie machst du das?”
Der antwortet ohne zu zögern: “Man muss den Busfahrplan im Kopf haben.”

Und irgendwann muss ich wohl mal wieder nach UK und Irland. Die Top Golfplätze findet Ihr hier! Auf Platz 8 befindet sich dieser traumhafte Golfplatz!

Quelle: trumpgolfscotland.com

Euer Stephan