Schneckentempo auf der Golfrunde

Man muss schon die Füsse bewegen, sonst kommt der Betrieb auf einem Golfplatz zum Erliegen. Es ist immer wieder interessant, wie es ein Flight auf der Golfrunde schaft, alle nachfolgenden Golfer zur Weißglut zu bringen. Da freuen sich alle Golfer auf ihre bevorstehende Golfrunde über 18 Löcher und stehen pünktlich am Tee 1 zum Abschlag bereit. Das Wetter spielt mit und die ersten beiden Löcher verlaufen gut. Aber an Tee 3 hat der Flight vor ein gerade erst abgeschlagen und man muss warten. Sofort schaut man, wenn es der Platz erlaubt, wo die Ursache des Staus liegt. Da man selbst ungern von hinten Druck bekommt, spielt man seine Runde weiter, wenn keine Gefahr für die Golfer vor einem besteht. So oder ähnlich läuft es immer öfter auf Golfplätzen ab.

Es gibt meistens 2 Gründe warum der „Stau auf der Bahn“ entsteht.

  • Ein Flight mit unerfahrenen Golfern spielt in seinem Tempo Golf und vergisst dabei den Anschluß an den Flight davor zu halten.
  • Immer öfter wird die Golfrunde als Spaziergang über 18 Stationen gesehen. Entspannt wandert man mit Trolley und Schlägern bewaffnet über den Platz.

Bei der zweiten Gattung Golfer hilft nur ein hartes Eingreifen durch einen Marschall, was und den Clubs sehr unter schiedlich gehandhabt wird. Wenn man als Anfänger unterwegs ist, dann ist es natürlich erst mal klar, das man für eine Runde länger braucht. Denn mit hohem HCP werden ja mehr Schläge zum Ziel benötigt, was aber erstmal nichts dramatisches ist. Denn wir haben alle mal angefangen und waren dann über das Verständnis der anderen erfreut. Ich gebe für diese Situation aber auch den Clubs eine Mitschuld. Wie man sich auf dem Golfplatz verhalten soll, das wird eher in einem Nebensatz erwähnt und wenn man dann die Platzreife in der Tasche hat, dann geht es vom Familyplatz gleich rüber auf das 18 Loch Gelände. Aber alles ist auf einmal größer und schwerer. Die Fairways sind länger und die gewohnten 3er Putts sind auf den Grüns fast unmöglich zu schaffen. Das man bei so viel Herausforderungen den Blick für das drum herum verliert, ist irgendwie logisch. Auch gehörte am Anfang auch zu denen, die mit 12 bis 15 Schlägen an einem langen Par 5 unterwegs war.

Die Spieler, die einen Stau verursachen machen sich keine Gedanken darüber was das ewige Warten für das Golfspiel bedeutet. Aber noch mal auf die Clubs bezogen, hätte ich folgende Vorschläge:

Gebt den Anfängern während sie die Platzreife machen die Chance mit dem Pro auch mal 18 Löcher zu spielen. Dann wird ihnen schnell bewusst was für ein Unterschied vorhanden ist.

Mein zweiter Vorschlag ist die Forderung, das das erste Turnier mit zwei erfahrenen guten Golfer gespielt werden sollte. Wenn sie diesen „über die Schulter“ schauen, dann können sie dabei sehr viel lernen und gewöhnen sich sofort an die Geschwindigkeit und an die Dinge an die man sich halten sollte.

Meine persönlichen Tipps:

  • Startet pünktlich an Tee 1
  • Wenn Ihr nicht sicher seit ob ihr den Ball findet, dann spielt einen provisorischen Ball hinterher.
  • Schaut bei den Abschlägen der Flightpartner zu, falls die ihren eigenen Ball aus den Augen verlieren.
  • Geht zügig zum eigenen Ball und bereitet Euch schon auf den nächsten Schlag vor.
  • Unterstützt die Flightpartner bei der Suche des Balls.
  • Behaltet immer den Anschluss an den Flight nach vorn und schaut auch immer mal wieder zurück.
  • Am Grün angekommen stellt das Bag vor Betreten des Grüns schon auf den Weg zum nächsten Abschlag hin.
  • Wenn ihr mal einen Ball suchen musst, dann winkt den Flight hinter Euch durch.
  • Sollte man den Anschluss zum Flight nach vorn verloren haben, dann sollte man überlegen, ob man nicht mal eine Bahn auslässt und dann am nächsten Abschlag wieder die Spieler im vorderen Flight sieht.

Bestimmt gibt es noch viele Tipps, wie man auf zügiges Spiel Einfluß nehmen kann. Solltet Ihr noch Tipps haben oder noch andere Probleme sehen, dann immer her damit! Bis dahin wünsche ich allen ein „schönes Spiel!“

Euer Stephan

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Ein Kommentar zu “Schneckentempo auf der Golfrunde

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