Auf die Echse gekommen – Golf und Natur

Am Wochenende hieß es wieder: Raus auf den Golfplatz und spielen mit Freunden! Auf Grund der GVBB Mannschaftsmeisterschaften, die in Golf in Wall statt fanden, spielten wir auf unserem 9 Loch Familyplatz. Der hat es auch in sich und kann auch von Leuten gespielt werden, die noch keine Platzreife haben. Also wer gerne mal Golf ausprobieren möchte, der ist in Golf in Wall gerne eingeladen! Aber zurück zu unserem Wochenende, was aus der Sicht des Wetters gar nicht so gut aussah. Um 10:00 Uhr starteten wir in zwei 3er Flights, die wir meistens auslosen, zur ersten 9 Loch Runde. Da es sich bei dem Familyplatz um Par 3 und 4 handelt, kommt das Kurze Spiel sehr oft zum Tragen. An diesem Tag, an dem das Wetter vom ersten Abschlag immer besser wurde, lief es für mich persönlich sehr gut. Unterm Strich war ich nach der ersten Runde nur 5 Schläge über Par und konnte mich über meine Putts, gefühlt aus allen Lagen, freuen.

20140920_133205_resizedNach einer Kaffeepause, in neuer Zusammsetzung, spielten wir die selben Löcher noch einmal. Auch auf dieser Runde konnte ich moich über einige lange Putts die fielen freuen. Das Highlight war ein Putt aus einem Grünbunker. Mann muss dazu sagen, der Sand war locker, es gab zum Grün keine richtige Kante und so dachte ich mir, ich könnte ja mal den Putter ausprobieren. Der Ball kam auf dem Grün schnell ins rollen und lief an der rechten Lochkante ums Loch und kippte von hinten rein.

20140920_133127_resizedMittlerweile war die Sonne draußen und die Damen hatten es schon bereut, dass Sie den Rock Zuhause gelassen hatten. Der Tag entwickelte sich zu einem sonnigen Spätsommertag und wir hatten alle eine Menge Spaß. Auch auf der zweiten Runde spielte ich eine 36 und somit lag ich nach 18 Loch auf dem Familyplatz mit einer 72er Runde nur 10 über Par. Puh, so würde ich gerne mal auf den „großen“ 18 Loch Platz in Wall spielen. Ok, der ist etwas länger und dann sind da ja noch ein paar Par 5 Löcher dabei. 😉 Auf der zweiten Runde lernten wir dann noch auf dem Fairway der 3 die Heimechse kennen. Diese ließ sich von uns nicht aus der Ruhe bringen und machte sogar noch mit, als ich ihr meinen Finder unter das Vorderbein schob. Auch der Golfball konnte die Eidechse nicht aus der Ruhe bringen und nachdem wir einige „Erinnerungsbilder“ gemacht haben, spielten wir weiter und das Landtier genoss die Sonnenstrahlen!

Tiere sieht man immer wieder auf dem Golfplatz. Oft sind es Besucher, auf die man eher als Golfer verzichten könnte, denn es werden auch Schäden auf den Abschlägen und Fairways hinterlassen. Besonders, wenn es zum Abend hin ruhiger auf der Runde wird, dann tauchen immer mal wieder Hasen, Greifvögel, Schwäne, Rehe usw. auf der Spielfläche auf. Das sind dann die Momente, wo ich als Golfer innehalte und die Natur genieße. Aber nuatürlich nur für einen Augenblick um dann den Golfball in Richtung Fahne zu befördern.

Nach einer weiteren Pause spielten wir dann die 10 bis 18 auf dem Königsplatz. Der erste Tag der Mannschaftsmeisterschaft war weit vor uns und so konnten wir nach 18 Loch Familyplatz entspannt auf die letzten 9 Löcher des Tages gehen. Gemeinsam machten sich zwei Damen und zwei Herren auf die Runde und ich versuchte meine gewonnen Erfahrungen von der Clubmeisterschaft in die Tat umzusetzten. Bis dort hin war es immer wichtig auf dem Weg zum Loch mit den einzelnen Schlägen möglichst viele Meter zu machen. An der Clubmeisterschaft, die ja am ersten Tag über 36 Löcher ging, versuchte ich viel bewusster und kraftsparender zu spielen. Also öfter man mit einem Eisen abzuschlagen um sicher zu sein, dass der Ball gut für den zweiten Schlag zum liegen kommt. Als auf „Teufel komm raus“ Meter mit den Driver machen zu wollen. Jeder Golfer hat so eine Zone von der er gerne das Grün anspielt. Bei mir liegt die zwischen 90 und 120 Meter. Da kann ich einfach das richtige Eisen aus meinem Bag ziehen und kann mir sicher sein, dass die Länge passt. Wenn es nicht klappt, dann liegt es eher an der Ausrichtung. Mit dieser Maxime ging ich gestern über den Königsplatz und musste feststellen, dass ich in Zukunft nicht immer beim Par 4 oder 5 zum Driver greifen muss. Ein wunderschöner Samstag fand dann wieder auf der Terasse angekommen sein Ende und nach 9 Stunden Golfplatz ging es wieder nach Hause!

20140920_133057_resizedEine Sache wurde mir wieder bewusst, das Spiel entscheidet sich nie am Abschlag, sondern eine präzise Annäherung ab 120 Meter und die Putts entscheiden über Sieg und Niederlagen. Natürlich freut man sich über einen super Drive, aber in die Erinnerung „brennt“ sich eher die super Annäherung oder der 8 Meter Putt, der mit der letzten Umdrehung ins Loch fällt. Also daran muss man arbeiten und vielleicht muss man auch noch mal den Körper etwas mehr abverlangen, solange er es mit macht. 😉 Damit meine ich die bei mir immer noch vorliegende steife Hüfte. Wenn ich meine eigenen Videos anschaue, dann frage ich mich oft warum ich das abwärts des Speckgürtels überhaupt auf die Runde mitnehmen. OK irgendwie muss ich ja von A nach B kommen, aber in Sachen Golfschwung „vergesse“ ich immer wieder die Hüfte. Sobald ich mal die Hüfte mit ins Spiel bringe, werden die Schläge präziser und zum Teil auch weiter. Mal sehen ob ich da meinen Körper in den nächsten Wochen und Monaten noch zu etwas mehr Beweglichkeit überreden kann. Vielleicht wird dann noch aus dem „Steiftier“  noch ein etwas beweglicher Golfer! Ihr wisst ja, die Hoffnung stirbt zu letzt! In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Spiel!

Euer Stephan

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