Ryder Cup – Team Europe

Wie sollte es anders sein, aber ich muss Euch ja das Team Europe etwas näher bringen. 😉 Dabei werde ich mich mal auf die Spieler beschrönken, die ab Freitag den Team USA den „Zahn ziehen“ werden.

Ryder Cup 2014 Team EuropeThomas Bjorn

Bjørn, von seinen Kollegen auch „Major Tom“ genannt, hat bislang fünfzehn Siege auf der Tour zu Buche stehen, zuvor hatte er vier Turniere auf der zweitgereihten Challenge Tour gewinnen können. Sein bislang bestes Jahr war 2000, mit dem 5. Platz in der Geldrangliste European Tour Order of Merit. Im Jahre 2003 verspielte er beim wohl bedeutendsten Turnier, der Open Championship, den schon sicher scheinenden Sieg mit einer Serie von missglückten Bunkerschlägen und musste sich am Ende mit Rang zwei begnügen. Im prestigeträchtigen Ryder Cup spielte Thomas Bjørn 1997 und 2002 für, und begleitete als Vizekapitän 2004 und 2012 die jedes Mal siegreiche europäische Mannschaft. 2001 wurde er zu Dänemarks Sportler des Jahres gewählt.

Jamie Donaldson

In seinen ersten Jahren startete Jamie Donaldson auf der Challenge Tour durch und konnte 2001 die BMW Russian Open und den Telia Grand Prix gewinnen. Nach dieser starken Saison wollte der Waliser seine ersten Erfolge auf der European Tour feiern. Die ersten beiden Jahre beendete er im Mittelfeld der European Order of Merit, also der Geldrangliste der European Tour. Im Jahr 2004 hatte er allerdings mit Rückenproblemen, die ihn letztlich die Spielberechtigung auf der Tour kosteten, zu kämpfen. Erst 2007 feierte er mit einem erneuten Sieg auf der Challenge Tour seine Rückkehr ins Profilager. Mitte 2012 fuhr Jamie Donaldson seinen ersten European-Tour-Sieg ein. Bei der Irish Open im Royal Portrush Golf Club zeigte der Waliser eine starke Leistung und feierte mit einem Vorsprung von vier Schlägen vor dem Spanier Cabrera-Bello seinen ersten großen Triumph. Auch in den Jahren 2013 bei der Abu Dhabi HSBC Golf Championship und 2014 bei der D+D Real Czech Masters folgten weitere Erfolge. In diesem Jahr liegt Jamie Donaldson im Race-to-Dubai auf dem dritten Platz. Ein Beleg für seine konstanten Leistungen in der bisherigen Saison.

Mit Stephen Gallacher und Victor Dubuisson ist er der dritte Ryder-Cup-Neuling im Bunde des europäischen Teams. Beim Ryder Cup ist die Stimmung eine ganz andere. Der Druck, gerade für Rookies, ist immer sehr groß, da der Fokus der Medien häufig auf ihnen liegt. In gewisser Weise hat Jamie Donaldson Glück, dass in Gleneagles mit Stephen Gallacher auch ein Schotte zum ersten Mal am Ryder Cup teilnehmen wird.

Victor Dubuisson

Dubuisson hatte eine sehr erfolgreiche Amateurkarriere, gewann unter anderem die European Amateur Championship 2009 und stieg zur Nummer 1 der Amateurweltrangliste auf. Nach seiner Teilnahme bei der Open Championship 2010 wurde er Berufsgolfer. Im selben Jahr qualifizierte er sich über die qualifying school für die European Tour. Seinen ersten Erfolg verbuchte er im November 2013 mit dem Gewinn der Turkish Airlines Open. Der damit verbundene Siegerscheck in Höhe von € 848,930 bedeutete das bis dato höchste Preisgeld für einen französischen Golfer. Seinen internationalen Durchbruch schaffte Victor Dubuisson bei der PGA „WGC Accenture Match-Play-Championship“ vom 19. bis 23. Feb. 2014 im „The Ritz-Carlton Golf Club at Dove Montain – Marana“, USA, mit dem 2. Platz. Im Finale des mit 9 Mio $ dotierten Turnieres (Lochspiel) musste er sich nur Jason Day geschlagen geben: 1 Down im Stechen nach dem 5. Extraloch. In den Runden zum Finale bezwang er 5 Topspieler der Weltrangliste: Kevin Streelman (5 auf 4), Peter Hanson (3 auf 1), Bubba Watson (1 auf), Graeme McDowell (1 auf) und Ernie Els mit 1 auf. Preisgeld: 1.530.000 $ für den Sieger Day, 906.000 $ für Dubuisson. Im März 2012 belegte Dubuisson in der Golfweltrangliste noch Platz 233. Mit diesen Erfolgen verbesserte er sich auf Rang 23 und ist in den Kandidaten-Kreis des Ryder-Cup-Teams Europa für 2014 aufgestiegen.

Ryder Cup 2014 Martin Kaymer beim TrainingStephen Gallacher

1995 siegte der Schotte mit dem Walker Cup Team und spielte bereits ein Jahr später auf der European Tour. Erst vier Jahre später schaffte er den Sprung in die Top 100 der Order of Merit, der Geldrangliste der European Tour. Im Oktober 2004 gelang ihm dann der erste Sieg bei der Dunhill Links Championship. Nach einem Stechen gegen Graeme McDowell entschied der Schotte das Turnier für sich und beendete die Saison auf dem 15. Platz der Order of Merit. Seinen zweiten größten Titel sicherte sich Gallacher bei der Omega-Dubai-Desert-Classic im Jahr 2013. Stephen Gallacher spielt jetzt schon mehr als zehn Jahren auf der European-Tour. In dieser Zeit konnte er bereits einige Male auf sich aufmerksam machen. Mit seinen fast 40 Jahren zählt Gallacher zu den älteren Eisen im europäischen Ryder-Cup-Team. Obwohl seine Karriere nicht nur von Siegen geprägt war, spielte er in diesem Jahr bei den Majors oben mit. Er überzeugte mit einem geteilten 34. Platz beim Masters und einem geteilten 15. Platz bei der Open Championship. Aus diesem Grund hat sich Ryder-Cup Kapitän Paul McGinley für den Schotten entschieden. In Gleneagles möchte der Schotte von seinem Heimvorteil profitieren und mithilfe der schottischen Euphorie der Fans das europäische Team unterstützen. Mit Gallacher hat das Team Europa ein Spieler gewonnen, der sich mit den Bedingungen und den Beschaffenheiten eines schottischen Platzes auskennt. Sein Wissen könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein.

Sergio Garcia

Sergio García war bereits als Amateur erfolgreich. Neben Amateurturnieren gewann er 1997 mit der Catalonian Open Championship ein Profiturnier. 1999 wechselte er mit Handicap +5 ins Profilager. Gleich in seinem ersten Profijahr belegte er hinter Tiger Woods den zweiten Platz bei den US PGA Championship in Medinah. Es folgten Siege auf der amerikanischen und europäischen Tour. Im Jahr 2000 wurde ihm der „Sport-Oscar“ als bester Newcomer verliehen. Fünfmal in Folge (seit 1999) stand er im europäischen Ryder Cup Team. 2006 war Garcia mit vier Siegen in fünf Spielen erfolgreichster Spieler, und musste sich nur Stewart Cink im abschließenden Einzel-Lochwettspiel geschlagen geben.

Martin Kaymer

Es muss ja nicht immer Text sein! 😉

Graeme McDowell

Wie viele der jüngeren britischen Golfergarde besuchte McDowell eine US-amerikanische Universität, die University of Alabama at Birmingham von 1998 bis 2002. Er erreichte 2001 und 2002 den ersten Rang unter den College-Golfern, verbesserte dabei bestehende Rekorde von Luke Donald und Tiger Woods, und war 2001 Mitglied des siegreichen Teams von Großbritannien und Irland im Walker Cup. Im Jahr 2002 wurde McDowell Berufsgolfer und gewann schon bei seinem vierten Start auf der European Tour sein erstes Turnier, die stark besetzten Volvo Scandinavian Masters. 2004 siegte er bei den Telecom Italia Open und beendete die Saison auf Platz sechs der European Tour Order of Merit.

Ab 2005 bestritt McDowell auch Turniere auf der nordamerikanischen PGA TOUR, für die er aufgrund seiner zeitweiligen Platzierung in den Top 50 der Golfweltrangliste genügend Einladungen bekam. Er erspielte sich jedoch so viel Preisgeld, dass er für die Saison 2006 die volle Teilnahmeberechtigung erlangte. Allerdings blieben vorerst weitere Erfolge aus und McDowell wandte sich ab der Saison 2007 auch wieder dem europäischen Turniergeschehen zu. Graeme McDowell war Mitglied des siegreichen GB & Irland Teams bei der Seve Trophy 2005 und gewann mit der europäischen Mannschaft 2006 die Royal Trophy gegen die besten Golfer Asiens. 2008 spielte er erstmals in der europäischen Ryder Cup-Mannschaft. Im Juni 2010 errang er mit einem Sieg bei den US Open seinen ersten Major-Titel. Im Oktober 2010 sicherte er den Sieg des europäischen Teams im Ryder Cup 2010.

Rory McIlroy

Ryder Cup 2014 Martin Kaymer mit Rory(* 4. Mai 1989 in Holywood, Nordirland) ist ein nordirischer Profigolfer. Er ist die derzeitige Nummer eins der Weltrangliste und vierfacher Major-Champion. Zudem ist er nach Luke Donald der zweite Golfer, der sowohl die Geldrangliste der PGA Tour als auch der European Tour gewinnen konnte, was ihm im Jahr 2012 in beiden Turnierserien den Titel Player of the Year einbrachte.

Im Alter von 15 Jahren war McIlroy Mitglied des siegreichen europäischen Teams beim Junior Ryder Cup 2004. Ein Jahr später wurde er der jüngste Gewinner sowohl der West of Ireland Championship als auch der Irish Close Championship. Beide Titel konnte er im darauf folgenden Jahr verteidigen und auch die European Amateur Championship für sich entscheiden. Im selben Jahr vertrat McIlroy Irland in der Eisenhower Trophy und siegreich bei der Amateur World Team Championship. Im Februar 2007 stand er für eine Woche an der Spitze der Weltrangliste der Amateure. Bei der Open Championship 2007 in Carnoustie gewann er als bester Amateur die Silver Medal. In jenem Jahr stand McIlroy in der Mannschaft von Großbritannien & Irland im Walker Cup, welche den USA knapp unterlegen war. Schon wenige Tage nach seinem 16. Geburtstag hatte McIlroy seinen ersten Auftritt bei einem Turnier der European Tour, den British Masters 2005. Mit 17 Jahren gelang ihm seine erste Platzierung im Preisgeld, bei den Dubai Desert Classic 2007, das er allerdings als Amateur nicht annehmen durfte. Im September 2007 wurde er Berufsgolfer und erspielte sich über Einladungen zu Turnieren der European Tour genügend Preisgeld, um sich die volle Spielberechtigung für die nachfolgende Saison zu sichern. Am Ende jener Spielzeit belegte er den 95. Rang in der European Tour Order of Merit, ein Jahr später war McIlroy bereits auf Platz 36 zu finden.

Im Februar 2009 gelang ihm schließlich der erste Turniersieg, bei der stark besetzten Dubai Desert Classic. Damit erreichte er auch den Aufstieg in die Top 20 der Golfweltrangliste. Nach einem dritten Platz bei der PGA Championship und einem zweiten Platz bei der Dubai World Championship wurde McIlroy am Ende der Saison Zweiter im Race to Dubai und drang in die Top 10 der Weltrangliste vor. Seit 2010 spielt McIlroy auch in den USA auf der PGA Tour. Seinen ersten Sieg holte er sich Anfang Mai bei der Quail Hollow Championship. Nachdem er noch im April 2011 beim The Masters eine Führung von vier Schlägen nach dem dritten Tag einbüßte und auf dem geteilten 15. Platz abschloss, gelang ihm im Juni sein erster Sieg bei einem Major Championship. Er gewann die US Open mit dem bis dahin besten je gespielten Ergebnis bei diesem Turnier von 16 Schlägen unter Par, womit er die alte Bestmarke (-12) von Tiger Woods aus dem Jahr 2000 unterbot. Nach diesem Turnier wurde er auf Platz 4 der Weltrangliste eingestuft. Im November 2011 rückte McIlroy auf Platz 2 vor. Im Januar 2012 wurde McIlroy mit dem Laureus Sport Award in der Kategorie World Breakthrough of the Year ausgezeichnet. Durch den Sieg bei der Honda Classic konnte McIlroy im März 2012 erstmals Rang 1 in der Weltrangliste übernehmen. Damit ist er mit 22 Jahren der bisher zweitjüngste Weltranglistenerste. Im August konnte er sich bei der PGA Championship mit dem Rekordvorsprung von acht Schlägen (zuvor Jack Nicklaus mit sieben) seinen zweiten Major-Sieg sichern. Er übernahm damit wieder vorübergehend die Führung in der Weltrangliste. Im Juli 2014 gewann er die Open Championship und somit sein drittes Major. Nach dem Sieg bei den WGC-Bridgestone Invitational im August rückte er wieder auf Platz eins der Weltrangliste vor.

Ryder Cup 2014 Gruens

Ian Poulter

(* 10. Januar 1976 in Hitchin, England) ist ein englischer Profigolfer der European Tour und der nordamerikanischen PGA TOUR. Er wurde 1994 Berufsgolfer, konnte sich aber erst nach seinem ersten Sieg auf der Challenge Tour 1999 und die Tour School für die European Tour qualifizieren. In seiner ersten Saison gewann Poulter die Italian Open und bekam den Sir Henry Cotton Rookie of the Year Award 2000. Weitere Siege folgten in den nächsten Saisonen, darunter die prestigeträchtigen Volvo Masters im Jahre 2004. Im September 2006 gewann er die Open de Madrid. In der European Tour Order of Merit konnte Poulter 2003, 2004 und 2006 in den Top 10 landen. Nachdem er die Qualifikation für den Ryder Cup 2001 noch knapp verpasst hatte, war er 2004 Mitglied des siegreichen europäischen Teams. Dadurch bekam Poulter die Spielberechtigung für die PGA TOUR und seit 2005 teilt er seine Starts zwischen den beiden großen Turnierserien auf. Seinen größten Erfolg feierte Poulter im Februar 2010 mit dem Sieg bei der WGC-Accenture Match Play Championship in Arizona. Im Endspiel besiegte er seinen Landsmann Paul Casey mit 4 und 2. Mit 1,02 Mio Euro erhielt er das bislang höchste Preisgeld seiner Karriere und verbesserte sich vorübergehend auf Platz 5 der Weltrangliste.

Justin Rose

Im Alter von 5 Jahren kam Justin Rose nach England und durchlief als Jugendlicher eine erfolgreiche Amateurkarriere, der er 1998 – noch vor seinem 18. Geburtstag – mit einem Aufsehen erregenden vierten Platz bei der Open Championship in Royal Birkdale die Krone aufsetzte. Eine Woche nach dem Major wurde er Berufsgolfer, konnte sich aber zunächst nicht behaupten. Ab der Saison 2001, die Rose als 33. der European Tour Order of Merit abschließen konnte, etablierte er sich in der europäischen Elite und im Jahre 2002 gelangen ihm zwei Titelgewinne. Rose klassierte sich am Ende jener Spielzeit auf Rang 9 der Geldrangliste und erreichte 2003 sein bestes Ranking in der Golfweltrangliste mit Platz 33. Im November 2006 gewann er sein drittes Turnier auf der European Tour, das Australian MasterCard Masters, welches bereits zur Saison 2007 zählt und ein gemeinsames Event mit der PGA Tour of Australasia ist. Mit einem weiteren Erfolg, jenem beim Volvo Masters – dem hochdotierten Abschlussturnier der European Tour –, konnte er sich in der Saison 2007 den ersten Platz in der europäischen Geldrangliste (European Tour Order of Merit) und damit die Harry Vardon Trophy sichern, sowie vorübergehend unter die Top 10 der Golfweltrangliste vorstoßen. Auf der US-amerikanischen PGA TOUR gelang Rose im Juni 2010 beim Memorial Tournament der erste Turniersieg, dem er einen Monat später einen zweiten folgen ließ. Er spielte viermal für England im World Cup und war Mitglied in den siegreichen Teams von Großbritannien & Irland bei der Seve Trophy 2003 und 2007. Beim Ryder Cup 2008 stand Rose zum ersten Mal in der europäischen Mannschaft. Den größten Erfolg seiner Karriere feierte er mit dem Gewinn der U.S. Open 2013.

Henrik Stenson

(* 5. April 1976 in Göteborg) ist ein schwedischer Profigolfer, der auf der European Tour und der nordamerikanischen PGA Tour spielt. Nach einer erfolgreichen Amateurkarriere – abschließend spielte er 1998 für sein Land in der Eisenhower Trophy in Chile – schlug Stenson Ende 1998 die Berufslaufbahn ein und gewann schon in der nächsten Saison 1999/2000 die Geldrangliste der Challenge Tour. Dadurch kam er 2001 zur European Tour und holte sich dort bislang sechs Turniersiege und mehrere Spitzenplatzierungen bei Top-Events. 2005 wurde Stenson Achter der European Tour Order of Merit (Geldrangliste), 2006 verbessert er sich auf Rang sechs, 2007 auf Rang vier, und rangierte unter den Top 20 der Golfweltrangliste. Nach dem Gewinn der Players Championship im Mai 2009 erreichte Stenson mit Rang 5 seine zwischenzeitlich beste Platzierung in der Weltrangliste.

2005 wurde er erstmals ins europäische Team bei der Seve Trophy einberufen und war Mannschaftsbester. 2006 gewann er im Team Europa die Royal Trophy gegen die besten Golfer Asiens und stand ebenso in der siegreichen Mannschaft Europas im Ryder Cup. Im November 2008 holte er mit Robert Karlsson den World Cup für Schweden. Nach diesen Erfolgen durchlebte Henrik Stenson eine tiefe sportliche Krise, während der er zeitweilig aus den Top 200 der Weltrangliste herausrutschte. Erst im Jahr 2012 meldete er sich mit seinem nächsten Turniersieg (European Tour – die South African Open) zurück. Ein neuer Karrierehöhepunkt stellte sich im Jahr 2013 ein, als er neben einigen Top-Platzierungen (u. a. zweiter bei den British Open) gleich zwei der hochdotierten Playoff-Turniere des FedEx Cups gewinnen und sich gleichzeitig den Gesamtsieg mit 10 Mio. US$ Preisgeld sichern konnte. Danach gewann er auch das Race to Dubai der European Tour und hat damit als erster Golfer der Geschichte in derselben Saison diese beiden bedeutendsten Jahreswertungen für sich entscheiden können. In der Weltrangliste verbesserte sich Stenson bis auf Platz drei.

Lee Westwood

(* 24. April 1973 in Worksop, Nottinghamshire) ist ein englischer Profigolfer der PGA European Tour. Westwood begann im Alter von 13 Jahren mit dem Golfsport, was relativ spät für zukünftige professionelle Turnierspieler ist. Aber schon zwei Jahre danach wurde er Jugendmeister von Nottinghamshire. 1990 gewann er sein erstes Amateurturnier, die Peter McEvoy Trophy, dann 1993 die British Youth Championship und im selben Jahr wurde er Berufsgolfer.

Der erste Sieg auf der European Tour gelang Westwood 1996 beim Volvo Scandinavian Masters, bald danach folgte die Sumitomo Visa Taiheiyo Masters in Japan. Sein Erfolgslauf hielt 1997 mit der Verteidigung dieses japanischen Titelgewinns an, gefolgt von Siegen bei den Benson & Hedges Malaysian Open, den bedeutenden Volvo Masters in Spanien und schließlich besiegte Westwood den großen Greg Norman im Playoff der Holden Australian Open. Auch im Ryder Cup spielte er gemeinsam mit Nick Faldo in diesem, für ihn, außergewöhnlichen Jahr. Trotzdem konnte Westwood diese Erfolge in den nächsten Jahren sogar noch übertreffen und hatte seinen Höhepunkt in der Saison 2000, als er die europäische Tour mit sechs Turniersiegen klar beherrschte. Beim Ryder Cup 2004 lochte Westwood den, die Cupverteidigung sichernden, Putt und war mit seinen 4½ von 5 möglichen Punkten der beste Einzelspieler bei diesem historischen 18½ zu 9½ Triumph des europäischen Teams. 2006 wurde er von Kapitän Ian Woosnam als captain’s pick in die Mannschaft aufgenommen, die den Pokal mit dem gleichen Ergebnis verteidigen konnte. Westwood stand bislang sechsmal in Folge (seit 1997) im europäischen Team.

2009 war Westwood, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, so erfolgreich wie selten. Sowohl bei der British Open als auch der PGA Championship war er nah dran an seinem ersten Major-Sieg. Bei beiden Turnieren belegte er den geteilten dritten Rang. Siegreich war er in diesem Jahr beim Abschlussturnier der European Tour im November. Mit 23 unter Par und sechs Schlägen Vorsprung gewann er die sogenannte Dubai World Championship. 4,2 Millionen Euro Preisgeld bedeuteten gleichzeitig den Sieg in der Geldrangliste, dem Race to Dubai. Der doppelte Triumph beim Abschlussturnier und in der Jahreswertung der European Tour gelang zuvor nur zwei weiteren Spielern, zuletzt Colin Montgomerie 1993. „Mein Erfolg im Jahr 2000 war ein Höhepunkt meiner Karriere. Da war ich aber noch sehr jung und grün hinter den Ohren. Ich hatte zwischenzeitlich vier harte Jahre durchgemacht und bin sehr froh, dass ich wieder zurückkommen konnte“, so Westwood nach dem Sieg. Insgesamt siegte Westwood bislang bei 23 Events auf der European Tour und hatte weitere Turniererfolge in Nordamerika, Afrika, Asien und Australien. Am 1. November 2010 übernahm er erstmals vorübergehend die Führung in der Golfweltrangliste.

Mehr Infos gibt es dann wenn es so richtig los geht! Zum Schluß noch ein Rückblick!

Euer Stephan

One thought on “Ryder Cup – Team Europe

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