Was war in Sachen Herrengolf am Wochenende los

Alex Cejka und Marcel Siem spielten in den USA auf der PGA Tour in Del Monte Forest, Kalifornien die AT&T Pebble Beach National Pro-Am. Es war die erste Turnierrunde für Marcel Siem auf dem berühmten Pebble Beach Golf Links – und die war gleich einmal spektakulär. Der Ratinger zeigte sich vom Layout tief beeindruckt, scorte dabei aber auch nach Belieben. Mit einer 63, neun unter Par, ging es auf dem Leaderboard ordentlich nach oben auf den geteilten zehnten Platz (-12). „Dieser Platz hat so viel mehr zu geben, als nur niedriges Scores. Die Landschaft ist einfach fantastisch. Sogar wenn man schlecht spielt, ist der Kurs so schön, dass man sich nicht darüber aufregen kann. Insofern kann ich nicht sagen, ob ich die 63 in der Zukunft brechen kann. Aber wir werden sehen.“ Sieben Birdies und ein Eagle auf der Sechs, als er einen hohen Pitch über den Bunker zur 3 einlochte, standen am Ende auf der Karte von Siem, der keinen Schlagverlust am Moving Day in Kauf nehmen musste. Knapp 80 Prozent der Fairways und Grüns traf Siem, der mit einem Schnitt von 1,36 Putts pro Grün auch im kurzen Spiel grandios auftrat. Aber das war ja nur der eine Tag.

Was kam für die beiden Jungs unterm Strich raus?

Marcel Siem landete nach seiner grandiosen Runde am Moving Day auf dem geteilten 18. Platz. Eine 70 zum Abschluss bedeuteten 14 unter Par (67+73+63+70). Der 34-Jährige kommentierte sein Spiel: „Leider wie schon so oft: Ein Schlag hat am Ende auf die Top Ten gefehlt. Somit fliege ich direkt weiter nach LA zur Northern Trust Open, um dort die Montagsqualifikation zu spielen. Schade!“ Hätte der Ratinger ein Ergebnis unter den besten Zehn erreicht, wäre er automatisch für die kommende Woche auf der US PGA Tour qualifiziert gewesen.

 Alex Cejka lochte auf der 18. Spielbahn des Pebble Beach Golf Links noch einmal einen schweren Putt zum Birdie und brachte eine 71 ins Clubhaus. Mit elf unter Par (68+67+70+71) belegte der in den USA lebende Deutsche Rang 34. „Das war eine schöne Woche mit meinem Freund und Partner Willy Strothotte“, sagte er gegenüber Golf.de. „Leider haben wir als Team nicht den Cut gemacht. Ich hatte unglücklicherweise die ganze Woche einen steifen Hals und Rücken. Eigentlich hatte ich eine Top-Ten-Platzierung als Ziel im Auge. Daher bin ich etwas enttäuscht.“

Quelle: Golf.de

Brandt Snedeker heißt der Gewinner des AT&T Pebble Beach National Pro-Am. Der blonde Amerikaner aus Tennessee gewann bei erneut herrlichen Wetterbedingungen mit 265 Schlägen nach Runden von 64, 67, 67 und 67 Schlägen (-22) klar vor Nick Watney (-19). Platz drei belegte Charlie Beljan (-18). Es ist der siebte Titel auf der US Tour für Snedeker, der zudem in Pebble Beach nun bereits zum zweiten Mal in drei Jahren gewinnen konnte.

Auf der European Tour standen die True Thailand Classic presented by Black Mountain auf dem Programm. Dort gingen Moritz Lampert und Maximilian Kieffer an den Start. Max Kieffer landete nach einer 72er Abschlussrunde und insgesamt 283 Schlägen (-5) auf dem 50. Rang. „Ich habe einen guten Start gehabt, lag vier unter Par nach vier Löchern, habe dann aber nicht mehr so gut gespielt“, erklärte der 24-Jährige nach der Runde. Etwas Kritik gab es aber auch zu hören: „Ich mag den Platz nicht so gerne, sehr offen, dann dieses Bermuda-Rough und die fettigen Grüns. Da komme ich nicht so gut damit klar.“ Sein Fazit klang insgesamt aber optimistisch: „Ich sehe den Saisonstart ganz positiv, das Spiel ist schon ganz gut.“ Der Deutsche hatte sich am ersten Tag des Turniers leicht verletzt, die Schürfwunden hinderten ihn aber nicht daran, zu spielen. „Mein Caddie hat am Donnerstagmorgen einen Unfall mit dem Scooter gebaut. Ich habe einen Cut an der Hand, das ist natürlich keine optimale Stelle.“ In Indien wird Kieffer nicht dabei sein, die nächsten Starts auf der European Tour sind für Südafrika geplant.

Moritz Lampert hatte mit Scores von 72 und 71 (-1) knapp den Cut verpasst. „Vom langen Spiel ist alles in Ordnung, aber mein kurzes Spiel innerhalb von 80 Metern ist viel zu schlecht gewesen“, hatte der Pro aus St. Leon-Rot sein Spiel kommentiert. „Das Putten und Chippen ist ganz gut, aber die Pitches und Schläge aus dem Bunker waren einfach gar nichts. Ich hatte acht Up-und-downs, die ich hätte verwandeln müssen. Wenn man die aber nicht machen kann, dann geht es einfach nicht.“

Quelle: Europeantour.com

Die Zuschauer im Black Mountain GC konnten sich über zu wenig Spannung wirklich nicht beklagen. Zumal ein Thailänder bis zum Schluss die ganz große Chance auf den Titel hatte. Während Andrew Dodt mit 16 unter Par bereits im Clubhaus angekommen war, hatte Thongchai Jaidee das Schlussloch noch vor sich. Und der Lokalfavorit, der übrigens vom Deutschen Pro Peter Wolfenstetter trainiert wird, überwand die knapp 540 Meter lange Bahn brillant: Mit zwei Schlägen war Jaidee auf dem Grün, doch dann kassierte er einen Drei-Putt und musste sich mit dem geteilten zweiten Platz zufrieden geben. Somit ging der Titel dank einer 67er Schlussrunde an den Australier Dodt. Der 29-Jährige hatte zuletzt 2010 in Indien gewonnen. 2013 verlor er die Karte und musste in die Qualifiying School. Diese Sorgen sind jetzt erst einmal Vergangenheit.

Euer Stephan

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