Dany als Volunteer beim European Tour Event – Teil 3

Am nächsten Morgen steh ich wieder um 5:30 Uhr auf, gehe mit meinem Hund spazieren und bin um 8 Uhr wieder im Auto unterwegs nach Atzenbrugg. Mein erster Dienst ist wieder um 10 Uhr am Fairway und nachdem ich den Weg zum Loch 8 jetzt schon kenne, hab ich genug Zeit um vorher noch auf die Range zu schauen. Ich habe Glück und ein paar der Spieler schlagen sich gerade ein. Unspektakulär. Range halt. Außer, dass es schöner aussieht, läuft das genauso ab wie bei unsereins. Ein Ball nach dem anderen wird geschlagen, eventuell liegt ein Schläger oder ein alignment stick zur Ausrichtungshilfe am Boden. Ich gehe weiter, diesmal entlang von Loch 10, in Richtung Abschlag von Loch 8, mein Frühstücksweckerl essend, das ich mir im Volunteerszelt geholt hab. Der Abschlag von der 10 geht über gut 150 m Wasser. Ich würde hier keinen einzigen Ball trocken rüber bringen.

Rules im SchattenHeute habe ich meinen Klappsessel mit. Die Position am Fairway ist nicht nur spannend und lehrreich, es gibt dort auch genug Schatten. Es ist heute noch heißer als gestern. Am Fairway tut sich nicht viel anderes als am Vortag und nach einer Stunde hab ich auch schon wieder Pause bis 13 Uhr. Heute gibt es unter anderem Schweinsbraten mit Sauerkraut. Bei dieser Hitze das ideale Essen 😉

Am Weg zurück zu meinem Dienst bleibe ich beim BMW-Stand stehen und melde mich fürs Gewinnspiel an. Man darf hier auf einer Matte ca. 8m putten mit 3 Bällen und wenn man einlocht, gibt’s einen Sofortgewinn, wie z.B. ein Handtuch. Die Matte ist schneller als ich gedacht hab und mein Putt geht viel zu weit. Außerdem hat die Matte ein bisschen ein Break und ziemliche Querfalten, über die der Ball hoppelt. Die nächsten 2 Putts gehen beide nur 1-2 cm am Loch vorbei. Schade. Kein Handtuch, aber ich bekomme trotzdem Applaus von den umstehenden Mitstreitern.

Ich bleibe nochmal beim Segway stehen und versuche wieder mein Glück. Diesmal hab ich ein Hütchen umgefahren, wofür ich Strafsekunden bekomme und obendrein schaffe ich es nur 1 Ball einzuchippen und komm wieder nicht auf die Bestenliste. Egal, es macht einfach irre Spaß. Schade, dass der Stand nur mehr heute da ist und Samstag und Sonntag nicht.

Von 13 bis 15 Uhr hab ich Dienst am Crossing. Das ist unmittelbar nach dem Abschlag, wo der Cartweg eine Kurve macht und relativ nahe an die Flugbahn der Abschläge kommt. Daher dürfen die Zuschauer da nicht weitergehen, wenn gerade ein Spieler abschlägt. Da Bernd Wiesberger am Donnerstag auf einem der letzten Plätze gelandet ist und höchstwahrscheinlich den Cut nicht schaffen wird, sind heute noch weniger Zuschauer da als gestern. Mit ihm gehen aber immerhin noch so viele Leute mit, dass wir das Crossing sperren müssen, solange der Flight noch am Abschlag ist. Erst wenn die Spieler schon Richtung Fairway unterwegs sind, dürfen wir die Zuschauer wieder durchlassen. Von meiner Position am Crossing kann ich auch den Abschlag mitverfolgen, die Bälle zischen über meinen Kopf hinweg. Wahnsinn, diese Ballgeschwindigkeit. Ob meine Bälle auch irgendwann mal so pfeifen in der Luft?

Der letzte Flight, der in meinem Dienst am Crossing abschlägt, ist Woltman/Coupland/Levet. Mein Ex-Pro, der bei Levet Caddie ist, erkennt mich und nickt mir zu. Nachdem die drei abgeschlagen haben, gehe ich gleich mit ihnen mit. Levet’s Abschlag ist weit links abgedriftet, sogar noch weiter links als das Wasser, aufs Fairway von Loch 3. Ich kann nicht verstehen, was sie reden, aber es sieht von weitem so aus, als würde sein Caddie, mein Ex-Pro, ihm eine ad-hoc Prostunde geben. Als der Flight von Tee 9 abschlägt, geht Daniel Woltman’s Ball weit nach rechts ins Gebüsch. Unglaublich, aber er findet dort seinen Ball (der Herr Rules ging mit ihm mit), kann aber nicht mehr tun, als ihn mit viel Glück Richtung Fairway rauszuchippen. Der Ball landet im Fairwaybunker. Sein dritter Schlag geht nicht ganz bis aufs Grün, bleibt im Rough links davor liegen. Neben mir höre ich einen der Zuschauer sagen, dass es bei Woltman um den Cut geht. Mehr als ein Bogey und er ist draußen. Am letzten Loch noch die Entscheidung Cut ja oder nein. Spannend. Ich drücke die Daumen, obwohl ich den Spieler nicht kenne. Ich weiß zu diesem Zeitpunkt nicht mal aus welchem Land er kommt. Er chippt mit dem vierten Schlag aufs Grün, ca. 2m hinter die Fahne. Der Bogeyputt fällt. Erleichterung. Bei Woltman, bei den Zuschauern, ja sogar bei Herrn Rules, der ihm ein „see you tomorrow, Daniel“ zuruft. Als ich am Abend heimfahre, hat es um 20:30 Uhr immer noch 32°C Außentemperatur. Meine lange weiße Hose ist durchgeschwitzt.

Danke Dany für den 3. Teil – Dany als Volunteer beim European Tour Event (hier geht es zum Teil 1, Teil 2, Teil 4 und Teil 5). Es geht schon bald weiter ….

Euer Stephan

4 thoughts on “Dany als Volunteer beim European Tour Event – Teil 3

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