100. Open de France – der Cut

Auf der European Tour werden in diesen Tagen in Paris die 100th Open de France im Le Golf National gespielt. An den Start gingen unter anderem Maximilian Kieffer, Martin Kaymer und Marcel Siem und wie immer ist der Freitag ein entscheidener Tag. Schafft man den Cut und kommt ins Wochenende, oder heißt es „außer Spesen nichts gewesen“!

Aber was ist der Cut genau?

Der Begriff Cut (von englisch „Schnitt“) hat im Golfsport unter anderem folgende Bedeutung:

Profi-Golfturniere gehen regelmäßig über vier Runden. Nach den ersten zwei Runden wird durch den Cut ein Schnitt gemacht, das heißt, nur die Turnierteilnehmer mit den besseren Ergebnissen (etwa die Hälfte der Spieler) qualifizieren sich für die beiden entscheidenden Endrunden. Auf der European Tour sind das die ersten 65 plus Schlaggleiche, während auf der PGA Tour die ersten 70 plus Schlaggleiche weiterspielen dürfen. Beispiel: Bei den British Masters im Jahre 2015 teilten sich 12 Spieler mit even par den 62. bis 73. Rang. Zusammen mit den besser Platzierten waren es also 73 Spieler, die sich für die Schlussrunden qualifizierten.

Bei zwei Majors liegt der Cut niedriger. Beim Masters, für das sich kaum 100 Spieler qualifizieren können, liegt er bei 50, bei den US-Open bei 60. Bei den British Open und der PGA Championship ist er aber wie bei allen Turnieren der amerikanischen Tour bei 70.

Die Anzahl der Spieler, die sich den 65. bzw. 70. Rang teilen, kann erheblich sein. Um ihre Zahl zu beschränken, sieht das amerikanische System einen zweiten Cut nach drei Runden vor. Er kommt bei den meisten amerikanischen Profi-Turnieren zur Anwendung, wenn mehr als 78 Spieler den ersten Cut geschafft haben. In den Ergebnistabellen umschreiben die Amerikaner die zusätzlich eliminierten Spieler mit dem abgekürzten Kürzel MDF, was „Made cut, did not finish“ bedeutet. Bei keinem Major gibt es einen zweiten Cut.

Die Alfred Dunhill Links Championship ist das einzige Profi-Turnier, bei das ein Cut erst nach drei Runden erfolgt. Zuvor spielt jeder Teilnehmer jeweils eine Runde auf den Golfplätzen St. Andrews, Carnoustie und Kingsbarns.www.all4golf.de

Ausnahmen bilden auch die Finalturniere des FedEx Cups und des Race to Dubai. Beim vorletzten Turnier des Fedex-Cups, den BMW Championship, spielen die besten 70 Spieler um die 30 Finalplätze für die Tour Championship. Bei beiden Turnieren spielen die Teilnehmer jeweils über vier Runden. Gleiches gilt für die Dubai World Championship, für die sich am Saisonende die besten 60 Spieler der European Tour qualifizieren. (Quelle)

maximilian_kieffer_gallery_fullAber jetzt zurück nach Paris, denn dort wird ja Golf gespielt. Maximilian Kieffer, der schon am letzten Wochenende den Cut verpasst hatte, muss leider nach einer 75er und 72er Runde auch in Paris am Wochenende zusehen. Damit verpasste er den Cut um zwei Schläge, genau die zwei Schläge die er sich mit dem Double Bogey an der 3 einhandelte. Das ist schaden, denn ich glaube, dass sind genau die Situationen, die am Selbstvertrauen „nagen“. Aber wie sagt man so schön: „Mund abputzen und das nächste Turnier rollt schon an!“😉

Masters Martin KaymerBesser erging es Martin Kaymer, der zwar am Donnerstag mit einer 74er Runde nicht so richtig aus den „Startlöchern“ kam, aber dann gestern mit 68 Schlägen den Cut sicherte. Er geht heute mit even Par, vom geteilten 25. Platz, auf die Jagd auf die Spitze. Martin startet um 11:50 Uhr in Paris. Vielleicht geht es ja so weiter und wir können uns mal wieder in Paris über ein tolles deutsches Ergebnis freuen.

MarcelSiem_2012_06_20Der Dritte in Paris ist Marcel Siem und er starete am Donnerstag mit einer 71er Par Runde und spielte am Freitag eine gute 70er Runde. Natürlich war für Marcel mehr drin, denn er spielte an den beiden Tagen 5 Bogey und und einen Trible Bogey. Aber das ist Vergangenheit und Marcel Siel startet heute mit -1 vom geteilten 18. Platz. Damit liegt er nur 4 Schläge hinter der Spitze und wenn sein Körper mit macht, dann sollte doch eine sehr gute Platzierung möglich sein.

Winstongolf senior open 2016Das Leaderboard wird gleich von 5 Profis angeführt, die bei 5 unter Par liegen. Das sind die Herren Jeunghun Wang, Brandon Stone, Rory McIlroy, Mikko Ilonen und Thongchai Jaidee. Dieser Herren gehen heute ab 13:30 Uhr auf ihre Runde. Wer das Leaderboard im Auge behalten möchte muss nur hier klicken. Auch geht es ja auch noch um die Plätze für Olympia und auch den Ryder Cup. Und ich bin schon voller Vorfreude auf das nächte Golfereignis auf deutschem Boden. Denn ich begleite das Turnier mit Bernhard Langer auf der European Senior Tour in der nächsten Woche. Jetzt heißt es nicht nur den deutschen Fußballern in Frankreich die Daumen drücken! Erst Golf und dann werden die Italiener nach Hause geschickt – klar!!!

Euer Stephan

2 thoughts on “100. Open de France – der Cut

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