Golferklatsch

Die alte und neue Nummer 1 im Golf

Rory_McIlroyEs ist schon interessant was nach einem Brief vor 16 Jahren so alles passiert!

Vielleicht war es kindlicher Übermut, vielleicht das unerschütterliche Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Oder auch eine Mischung aus beidem. Jedenfalls war Rory McIlroy gerade einmal 9 Jahre alt, als er Stift und Papier zur Hand nahm und einen Brief verfasste. Der Adressat hiess Tiger Woods, zu dieser Zeit – man schrieb das Jahr 1998 – Seriensieger, Weltranglistenerster, kurz: der Übergolfer. Wie sein Onkel der «New York Times» erzählte, verschickte der junge Nordire nach einem Turniersieg in Florida gegen 10- und 11-Jährige eine Kampfansage in die USA, deren Kernaussage lautete: «Ich komme dich holen. Das ist erst der Anfang.» An den genauen Wortlaut kann sich McIlroy nicht mehr erinnern, bestätigt aber die Existenz des Briefs: «Die Erinnerungen sind etwas verschwommen, aber der Inhalt ging in diese Richtung.»

Die Prophezeiung ist längst eingetroffen. McIlroy führt die Weltrangliste, deren Spitze er im März 2012 erstmals erklommen hatte, inzwischen unangefochten an. In Sachen Majorsiege fehlt McIlroy zwar noch ein gutes Stück zu Woods – 4:14 steht es in diesem Vergleich. Allerdings ist der Nordire auch erst 25.

Der seit Jahren von verschiedenen Verletzungen, vor allem im Rückenbereich, geplagte 39-jährige Ausnahmegolfer hat seine diesjährige Saison nach einer destaströsen 82er-Runde im Januar unterbrochen. Derzeit arbeitet er an einem weiteren Comeback. Als er im September 1996 zu den Profis wechselte, belegte Woods den 433. Platz der Weltrangliste. Schon kurz danach wurde er nach seinem ersten Sieg 75. im Ranking. Die Nummer 1 wurde er erstmals im Juni 1997. Hierauf führte er das Ranking in verschiedenen Perioden während insgesamt 683 Wochen an.

Euer Stephan

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Shell Houston Open 2015 mit deutscher Beteiligung

Von der 2013er Austragung der Shell Houston Open hatte ich hier schon ausführlich berichtet. Das Turnier ist für viele die letzte Vorbereitung für das Masters in Augusta. Um 12:50 Uhr Ortszeit am Donnerstag startet Greg Owen (ENG) mit Padraig Harrington (IRL) und Martin Kaymer zur ersten Runde von Tee 1. Wenig später geht der zweite Deutsche im Golf Club of Houston • Humble, Texas auf die Runde. Um 13:10 Uhr Ortszeit geht Alex Cejka mit Steven Bowditch (AUS) und Jerry Kelly (USA) von Tee 10 auf die Runde. Aber es sind einige Top Golfer in Houston am Start: Jonas Blixt, Keegan Bradley, Rickie Fowler, Sergio Garcia, Phil Mickelson, Justin Rose, Lee Westwood und Matt Kuchar, die es den beiden Deutschen schwer machen werden.

Für den Spanier Garcia ist die Shell Houston Open das erste Turnier seit Anfang März. Dass er sich in Houston wohlfühlt, bewies er vergangenes Jahr. Damals wurde er Dritter.  Ob Alex Cejka in der hochkarätig besetzten Konkurrenz die oberen Plätze angreifen kann, bleibt abzuwarten. Doch der 44-Jährige darf sich seit dieser Saison PGA Tour-Sieger nennen und hat damit gezeigt, dass man mit ihm rechnen muss. Auch Padraig Harrington gewann in dieser Saison bereits ein Turnier (Honda Classic). Die Erwartungen dürfen also durchaus hochgeschraubt werden, wenn die PGA-Pros ab Donnerstag den 7.422 Yards langen Platz bezwingen. Zum Schluß gibt es wie so oft einen Rückblick auf das Finale von 2014.

Euer Stephan

 

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Persönlicher Rückblick und Ausblick in die Golfwelt

Das letzte Wochenende hatte es in sich. Am Samstag stand mal wieder ein Geburtstagsturnier auf dem Programm und am Sonntag der erste interne Vergleich der Jungsenioren von Golf in Wall. Dabei hat sich unser Kapitän was besonderes ausgedacht. Einmal im Monat treffen wir uns in Wall und spielen von Weiß eine 18 Loch Runde. Irgendwie macht man das viel zu selten und es ist immer wieder interessant wie anders das Gefühl ist, gegenüber den gelben Abschlag. An einigen Löchern war ich schon froh, wenn mein Drive den Damenabschlag hinter sich gelassen hat. Hinzu kam der etwas stärkere Wind, der uns an Hole 11 und Hole 13 so richtig ins Gesicht blies.  Da hatten wir alle Mühe überhaupt beim Schwung auf den Füssen zu bleiben. Das nächste mal werde ich mir Heringe und Seile mitnehmen, wenn wieder so ein Wetter auf dem Programm steht. Was Regen betraf, hatten fast alle richtig Glück. OK, der letzte Flight musste an der 18 noch eine “Dusche” mitnehmen.

Sturm und GolfIch persönlich kam mit 33 Stableford Punkten zurück ins Clubhaus und war damit zufrieden. Aber um in der Rangliste in Zukunft etwas zu bewegen, muss ich wohl an den Bruttopunkten arbeiten ;-) Es macht immer wieder Spaß, wenn man mit HCP 20 oder mehr, Spielpartner mit HCP 8 oder 12 im Flight hat. Das ist kein zusätzlicher Druck, sondern mir erging es eher so, dass die beiden Partner mich mitzogen. Meine Chance war immer nur das Grün, da die beiden Herren mich bei den Drives immer haben stehen lassen. Da viel mir meine Türkeireise vom letzten Jahr ein, denn da musste ich mir oft anhören: Kurz aber gerade! ;-) An Hole 15 hatten wir Rückenwind und da konnte ich die Meter an diesem Par 5 in Richtung Grün wieder gut machen. Dort kam ein Bogey raus und damit war ich am Sonntag schon sehr zufrieden.

Das Schloss aus der Ferne

Das Schloss aus der Ferne

Ich freue mich schon auf den nächsten Vergleich im April und mal sehen wie sich das Spiel von Weiß bis Oktober, dem letzten Termin, entwickelt? Ich werde Euch natürlich auf dem Laufenden halten. Am Freitag steht das “Trainingslager” Krugsdorf für uns Wallgangster auf dem Programm. Dort wird dann gefühlte 24 Stunden Golf gespielt. Wie das bei uns abläuft, das könnt Ihr im Reisebericht 2014 nachlesen. Und ich werde auch die Oster Challenge von Fabian Bünker “abarbeiten”. Dann sollte das kurze Spiel und Putten in der Zukunft besser funktionieren. Es muss doch möglich sein, das man bei der Annäherung max. 2 Meter von der Fahne weg liegt – bzw. der Golfball! ;-) 

Mit vollen Elan schauen wir nach vorn!

Euer Stephan

Tour Banner Wallgang

Rückblick und Ausblick in Sachen Golf

In den USA lief es ja nicht so richtig gut für die Herren und Martin Kaymer hat beschlossen ab Donnerstag noch ein Turnier zu spielen. Hier sein Statement auf Facebook zu seinen Plan für das Masters:

Hallo zusammen! Einige werden es mit Sicherheit schon mitbekommen haben, aber ich wollte dennoch kurz was zu meiner kurzfristigen Teilnahme bei der Shell Houston Open diese Woche sagen: mein ursprünglicher Plan war es, vor Valero zwei Wochen sehr hart zu trainieren, bei der Valero zu testen was noch nicht ganz funktioniert um es dann in der Woche vor den Masters zu verfeinern um dann top vorbereitet ins erste Major des Jahres gehen zu können. Leider hab ich allerdings letzte Woche, wie natürlich auch alle anderen Spieler, ziemliches Pech mit dem Wetter gehabt so dass ich wenig Rückschlüsse für meine Vorbereitung aufs Masters ziehen konnte; deswegen hab ich kurzfristig, um auch Wettkampfpraxis zu bekommen und zu sehen wie sich mein Training ausgezahlt hat, meinen Plan geändert und bin schon Freitag Abend zurück nach Scottsdale geflogen, habe hier noch trainiert und mache mich morgen zurück auf den Weg nach Texas

Die letzten Ergebnisse auf der Tour in den USA findet Ihr hier: PGA LeaderboardChampions Tour Leaderboard und web.com Tour Leaderboard. Martin Kaymer hat für die Shell Houston Open im letzten Moment gemeldet. Es werden einige Top 10 Spieler dieses Turnier als Vorbereitung für Augusta nutzen – deshalb lohnt es sich mal einen Blick ab Donnerstag drauf zu werfen. Auf der LPGA Tour landete Caroline Masson bei den Kia Classic auf den geteilten 19. und Sandra Gal auf den geteilten 29. Platz. Auf der Ladies European Tour wurden der Lalla Meryem Cup in Marokko gespielt. Die beiden deutschen Damen, die den Cut geschafft hatten, Leigh Whittaker und Steffi Kirchmayr teilten sich den Platz 71. Das Ergebnis könnt Ihr hier nachlesen.

Wie lief es auf der European Tour für die deutschen Herren?

Marcel Schneider lieferte aus deutscher Sicht die Show des Tages. Mit einer 67 verbesserte sich der 25-Jährige bei der Trophée Hassan II auf eine Platzierung in den Top-10. Kurzzeitig führte er das Turnier sogar bei -7 an. Natürlich war er über das Finale glücklich: “Ich bin mega happy, wie es ausgegangen ist. Ich habe wieder sehr gut gespielt, hatte aber etwas mehr Glück auf den Grüns. Es waren sehr wenige Fehler dabei, deshalb habe ich tief geschossen. Den Cut zu machen war eigentlich das Ziel, umso glücklicher bin ich jetzt.” Schneider spielt eigentlich auf der zweitklassigen Challenge-Tour, dementsprechend ungewohnt war ihm die Aufmerksamkeit durch die Medien. “Als ich gemerkt habe, dass ich auf dem Leaderboard war und die Kameras kamen, war etwas Unruhe. Da habe ich auch gleich zwei nicht ganz so gute Drives geschlagen, die aber zum Glück auf dem Fairway lagen.” Weiter geht es für Schneider eigentlich auf der Challenge Tour, aber das gute Resultat ermöglicht auch andere Optionen: “Das Top-Ten-Ergebnis berechtigt mich zum nächsten Turnier, aber Kenia auf der Challenge Tour ist schon gebucht. Mal sehen.”
Den Sieg feierte Richie Ramsay mit einem Gesamtresultat von 278 Schlägen. Der Schotte schloss den Finaltag mit einer 69 ab und landete mit -10 knapp vor dem Franzosen Romain Wattel.Bernd Ritthammer beendet seinen Auftritt auf der European Tour auf dem 16. Platz. Der Nürnberger brachte eine 71er Runde (-1) ins Ziel, verlor aber im Vergleich zum Vortage ein paar Ränge im Leaderboard. “Es war ein schwieriger Start, aber die ersten Löcher sind einfach schwer. Auf den zweiten Neun habe ich nicht gut gespielt. Es war aber auch nicht leicht mit der späten Startzeit, denn es wurde deutlich windiger. Der Abschluss war schade, aber ich bin golferisch auf der European Tour angekommen und habe das Gefühl, was reißen zu können.”
Einen Zähler mehr benötigte Max Kieffer. Mit einer 70 zum Abschluss und insgesamt 284 Schlägen zeigte der Düsseldorfer vor allem am Wochenende, wie gut er spielen kann. Zufrieden war er nicht mit seinem 23. Platz. “Ich habe einen leichten Hals”, kommentierte er seine Leistung. “Die Woche habe ich eigentlich sehr gut gespielt, aber gefühlt 25 Schläge liegen gelassen. Wenn ich mich cleverer anstelle, kann ich hier auch gewinnen.” Moritz Lampert landete mit einem Gesamtergebnis von eins über Par nach Runden von 70, 72, 76 und 73 Schlägen auf dem 59. Rang. Sein Kommentar zur Runde: “Eigentlich habe ich wirklich gut gespielt und nur ein paar Birdie-Putts liegen gelassen. Vier unter auf den Back Nine stimmt mich zufrieden.” Das Problem war die vierte Spielbahn, auf der der Pro vom GC St. Leon-Rot ein Triple-Bogey kassierte. “Es ist ein breites Fairway, aber ich habe einen Slice in die Grütze gehauen und der Ball lag schlecht. Ich musste droppen, konnte dann nur raushacken. Dann verpasse ich das Grün und verfehle das Up-and-down. So schnell ist es eine 8.”
Ebenfalls auf Platz 59 beendete Challenge-Tour-Pro Florian Fritsch seinen Auftritt in der ersten Liga. Mit einer 73 konnte er sich kaum verbessern. “Ich habe viel besser gespielt als gestern, einen schlechten Schlag gemacht und gleich ein Doppel-Bogey kassiert. Ich hätte die Front Nine auch unter Par spielen können, auch wenn es blöd klingt.” Stattdessen wurden es vier über Standard.Die Perspektive stimmt aber: “Beim Putten muss ich noch etwas zulegen, vor allem mit der Distanzkontrolle. Aber es war ein ordentlicher Auftakt: zwei gute Runden, den Cut geschafft. Jetzt muss ich noch die restlichen Prozent rauskitzeln.” Marcel Siem (68+79) und Martin Keskari (74+76), der normalerweise auf der Pro Golf Tour unterwegs ist, waren nach zwei Tagen am Cut gescheitert.

Euer Stephan

Pfingstwochenende in Golf in Wall

Geburtstagsturnier der “Wallgangster” & Friends – so sehen Sieger aus!

IMG-20150328-WA0007IMG-20150328-WA0005Heute war es mal wieder so weit und wir “feierten” mit 4 Geburtstagskindern auf 9 Löchern in Golf in Wall. In 4 Flight´s ging es auf dem Fontaneplatz auf die Runde. Vorher wurde standesgemäß an Tee 1 “gedopt” in Form von Sekt! ;-) Unter Doping versteht man die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zu Steigerung bzw. Erhalt der – meist sportlichen – Leistung. Sekt eignet sich nach Selbstversuch nicht zur Leistungssteigerung!

Mit Rundenverpflegung gingen wir dann los und hatten Glück mit dem Wetter in Brandenburg. Ich spielte gemeinsam mit Kerstin, Manni “the Longhitter” und Micha.  Ok wir bekleckerten uns nicht wirklich mit Ruhm und bei den Wertungen haben wir auch nicht so richtig geglänzt. Zwischenzeitlich überlegte der eine oder andere im Flight, ob er den Pokal der meisten Ballkontakte abgreift. Aber nicht mal dafür hat es gereicht. Bei mir spielte noch eine ganz andere Sache mit, denn am Sonntag spiele ich mit der Jungseniorenmannschaft von Weiß und nach jedem Abschlag heute dachte ich nur, wie komme ich nur in 24 Stunden auch so weit wie von Gelb. Auf jeden Fall hatten wir viel Spaß, auch wenn der eine oder andere auf den Grün einen besseren Score liegen ließ. Heute, bei dem tollen Turnier, lag der Spaß im Vordergrund und das muss ja auch mal sein, oder!?

IMG-20150328-WA0009Den tollen Tag mit Freunden haben wir dann beim Essen beschlossen. Im April und Mai stehen die nächsten Geburtstagsturniere auf dem Programm. Aber vorher geht es mit der “geballten Ladung” in Richtung Krugsdorf! Und jetzt beginnt die Vorbereitung für den Sonntag. Ich muss mir jetzt einreden, das ich über Nacht lerne, wie ich 250 Meter Drives auf´s Fairway bringe. Die andere Alternative wären 18 Singleputts ;-) Ach die Saison beginnt ja gerade erst und da sollte man sich nicht so unter Druck setzten und mir wurde heute gesagt, die anderen 13 Spieler am Sonntag müssen ja auch von Weiß abschlagen. Vielleicht regnet es wie aus Eimern und alle anderen “saufen ab”! Ich werde Euch berichten …

Euer Stephan