Schwan auf dem Grün

EDS Runden und wie war heute mein Spiel?

Heute waren wir mal wieder in unserem „Wohnzimmer“ unterwegs und mir ist mal wieder bewusst geworden, wie ein angenehmer Flight Einfluß auf das eigene Spiel nehmen können. Klar gibt es immer mal wieder Tag, wo man das Gefühl bekommt, man sollte die Platzreife wiederholen. Aber heute, bei angenehmen Wetter in Brandenburg ergänzten ich mich mit den beiden Damen. Es wurde viel gelacht und trtzdem waren wir mit dem nötigen Ernst bei der Sache. Dabei ging es für alle 3 nicht um eine HCP Verbesserung, sondern um das Golfen an sich. Hinzu kam das wir an dem Hole 7 des Fontaneplatzes eine Begegnung der 3. Art hatten.

Als wir in Schlagdistanz zum Grün waren mussten wir feststellen das sich einer der „platzeigenen“ Schwäne dort breit gemacht hatte. Genau in der Mitte stand der „Herr“ und ließ sich nicht dazu bewegen aus gut 100 Meter das Grün zu verlassen. Wir beschlossen dann einfach unsere Bälle in Richtung Grün zu „verfrachten“, was aber dem Schwan nicht mal ein müdes lächeln über die Lippen zauberte. Das Tier blieb wie „angewurzelt“ stehen.

WP_20160430_11_32_48_ProWas soll ich Euch sagen, bei uns in Wall, werden die Grüns nicht nur durch Wasserhindernisse oder Bunker bewacht, nein auch der Schwan ist Chef im Ring, oder besser gesagt auf dem Grün. Natürlich hatten wir auch Angst das Tier zu treffen, was bei mit die Frage eröffnet, was mache ich, wenn ich den Schwan treffe der tot umkippt und mein Ball unter seinem Körper liegen bleibt. Was ist der Schwan denn eigentlich aus der Sicht der Regel? Zum Glück mussten wir uns keine Gedanken machten und als wir an Grün ankamen, bewegte sich der „Herr“ ganz entspannt vom Grün und beobachtete unser Spiel von der Seite.

Aber zurück zum eigentlichen Golfspiel was heute mit dem neuen Handschuh bei mir super lief und ich brachte es immerhin auf 40 Stableford Punkte. Dafür benötigte ich 91 Schläge und bin damit meinem Ziel – Bogeygolf ein Stück näher gekommen. Jetzt werde ich mal schauen wie die nächsten Tage so laufen und dann streue ich wohl mal eine EDS-Runde ein. Ach ja, zu dem Thema wollte ich ja auch noch was los werden.

Wie erwähnt ist ein „toller“ Flight für viele ganz wichtig und wenn man an seinem HCP arbeiten möchte sind EDS Runde wie geschaffen.

Extra Day Scores (EDS)

EDS-Runden geben Golfspielern die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen auch außerhalb eines Wettspiels vorgabenwirksam zu spielen.
Hierzu müssen der Spieler und das DGV-Mitglied die Bedingungen aus den Ziffern 3.8.2 bis 3.8.8 erfüllen.
EDS-Runden führen oft zu überdurchschnittlich guten Ergebnissen, was ihnen den Ruf eingebracht hat, es würde dabei gelegentlich nicht mit rechten Dingen zugehen. Allerdings weiß jeder, dass unehrliche Spieler im Zweifel auch in einem Wettspiel ihr Ergebnis manipulieren würden. Eine EDS-Runde vereinfacht in mancher Hinsicht völlig regelkonform das Spiel dadurch, dass,

a) kein Wettspielstress existiert, der gerade für Anfänger störend ist,
b) der Zeitpunkt des Spiels vom Spieler bestimmt wird und nicht vom Wettspielkalender des Golfplatzes,
c) selten eine EDS-Runde bei schlechtem Wetter begonnen wird und
d) dass der Zähler keine missgünstige Stimmung verbreitet, da er vom Spieler ausgesucht wurde.

Gün mit HerzWas gibt es noch wichtiges zu EDS Runden?

Jeder Spieler der Vorgabenklassen 2-6 muss die Möglichkeit haben, EDS-Runden zu spielen. Eine EDS-Runde kann nur auf einem Platz eines DGV-Mitglieds gespielt werden, für den ein gültiges Course Rating besteht. Der Zähler des Spielers muss eine EGA-Vorgabe haben. Darüber hinausgehende Beschränkungen obliegen dem DGV-Mitglied (z. B: „Für Spieler der Vorgabenklassen 2 – 5 muss der Zähler mindestens eine EGA-Vorgabe von -36,0 oder besser haben“). Im Rahmen eines nicht vorgabenwirksamen Wettspiels kann keine EDS-Runde gespielt werden. Ein Spieler darf täglich nur eine EDS-Runde über neun Löcher spielen.

Ein Extra-Day-Score ist nur dann vorgabenwirksam, wenn der Spieler sich vor Beginn der Runde im Sekretariat der zu spielenden Golfanlage registriert hat. Das DGV-Mitglied muss hierzu folgende Daten vorab festhalten:

a. Datum der Runde;
b. Name des Spielers;
c. Name, DGV-Mitglied und Vorgabe des Zählers;
d. Anzahl der zu spielenden Löcher;
e. Farbe der Zählspielabschläge, von denen gespielt wird.

Versäumt es ein Spieler, die Zählkarte seiner EDS-Runde so bald wie möglich bei der Spielleitung einzureichen, so gilt dies als „No return“

Vorgabeklassen und Pufferzonen

Herabsetzung
pro Punkt oberhalb von 36 Stablefordnettopunkten
DGV-Vorgabenklasse 1. – DGV-Stvg. + bis – 4,4 – Herabsetzung um 0,1
DGV-Vorgabenklasse 2. – DGV-Stvg. – 4,5 bis – 11,4 – Herabsetzung um 0,2
DGV-Vorgabenklasse 3. – DGV-Stvg. – 11,5 bis – 18,4 – Herabsetzung um 0,3
DGV-Vorgabenklasse 4. – DGV-Stvg. – 18,5 bis – 26,4 – Herabsetzung um 0,4
DGV-Vorgabenklasse 5. – DGV-Stvg. – 26,5 bis – 36,0 – Herabsetzung um 0,5
DGV-Vorgabenklasse 6. – Clubvorgaben – 37 bis 54 (Clubvorgaben) – Herabsetzung um 1,0

Heraufsetzung
wenn nicht innerhalb der entsprechenden Pufferzonen Stablefordnettopunkten erzielt wurden.
DGV-Vorgabenklasse 1 bis 4 = Heraufsetzung um 0,1
DGV-Vorgabenklasse 5 = Heraufsetzung um 0,2

18-Löcherwettspiele
DGV-Vorgabenklasse 1 = Pufferzone 35 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 2 = Pufferzone 34 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 3 = Pufferzone 33 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 4 = Pufferzone 32 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 5 = Pufferzone 31 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 6 = keine Pufferzone, da keine Heraufsetzung erfolgt

9-Löcherwettspiele
DGV-Vorgabenklasse 3 = Pufferzone 35 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 4 = Pufferzone 34 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 5 = Pufferzone 33 – 36 Stableford-Nettopunkte
DGV-Vorgabenklasse 6 = keine Pufferzone, da keine Heraufsetzung erfolgt

So das soll es für Heute gewesen sein! Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag und ich freue mich über jeden, der diesen Blog auch auf Facebook folgt!

Dein Stephan

Brutto Netto Banner

Golfer und die Scorekarte – Bruttopunkte

Picture 34Vor ein paar Tagen habe ich Euch in einem anderem Video das Thema Stableford und Vorgabe erklärt. In dem folgenden Video erkläre ich Euch wie man seine Netto Punkte berechnet und wie man auch die Brutto Punkte errechnet. Ich sage Euch, dass ist relativ einfach mit den Brutto Punkten. Aber schaut Euch einfach das Video an und solltet Ihr Fragen haben, dann schreibt diese in das Kommentarfeld.

Ich hoffe damit sind Scorekarten ab sofort kein „Hexenwerk“ mehr! Und wer noch Wissen will was Stableford, Zählspiel oder Wedge bedeutet, der findet hier mein „Golferlatein“. Außerdem möchte ich Euch meine neue Serie „Stephan fragt Löcher in den Bauch“ ans Herz legen.  Ach übrigens suche ich noch Golfer, die eine eigenen Seite betreiben, die bei dieser Serie mit machen. Wie das geht, dass könnt Ihr hier nachlesen.

Euer Stephan

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Golfer und die Scorekarte

Heute schauen wir uns mal eine Scorekarte genauer an. Was für Informationen stehen für mich auf dieser Karte? Nicht wundern was das Layout einer Scorekarte betrifft, da kann sich jeder Club „austoben“. Aber die aufgeführten Angaben stehen auf jeder Scorekarte drauf.

golfclub-bodensee-weissensberg-e.v.-scorecard-1-10008-0

Ich gehe mal die Spalten von links nach rechts durch. CR und Slope lasse ich genauso weg, wie die unteren 3 Zeilen.

  1. Dort sind die Löcher 1 bis 18 aufgeführt.
  2. Entfernung der jeweiligen Löcher vom weißen Abschlag. Bei Par 3 immer bis Mitte Grün und bei Par 4 und 5 immer bis Anfang Grün.
  3. Entfernung der jeweiligen Löcher vom gelben Abschlag.
  4. Entfernung der jeweiligen Löcher vom blauen Abschlag.
  5. Entfernung der jeweiligen Löcher vom roten Abschlag.
  6. Angabe der Schläge pro Loch um Par zu spielen. Dabei wird das eigene HCP außer acht gelassen.
  7. Das Handicap, der „Schwierigkeitsgrad“, der einzelnen Löcher (1 = schwerste Loch und 18 = leichteste Loch)
  8. Bei dieser Scorekarte kann man in dieser Zeile z.B. die jeweilige Vorgabe eintragen. Das habe ich in diesem Beitrag erklärt.
  9. Hier trägt man bei einem Turnier die Schläge desjenigen ein, den man zählt.
  10. Bei dieser Scorekarte kann man in dieser Zeile z.B. die seine Vorgabe eintragen.
  11. Hier trägt man bei einem Turnier die eignenen Schläge ein.
  12. Kann man nutzen um nach der Runde die Stableford Punkte oder die Brutto Punkte zu addieren.

Ich hoffe damit sind Scorekarten ab sofort kein „Hexenwerk“ mehr! Und wer noch Wissen will was Stableford, Zählspiel oder Wedge bedeutet, der findet hier mein „Golferlatein“.

Euer Stephan