Alfred Dunhill Links Championship – Vorbericht

Vom 26.9. ab geht es auf der European Tour in das „Mekka“ des Golfsports. Die Alfred Dunhill Links Championship werden auf den Old Course St. Andrews, Carnoustie & Kingsbarns ausgespielt. Wer bei diesem Golfturnier aus deutscher Sicht dabei sein wird, das steht noch nicht endgültig fest. Aber es wird wohl ein Wiedersehen mit Martin Kaymer geben und ich denke mal das auch Maximilian Kieffer & Moritz Lampert an den Start gehen werden. Titelverteidiger ist Branden Grace, der dieses Turnier 2012 im Oktober gewann.

Quelle: alfreddunhilllinks.com

Gespielt wird das Turnier auf 3 Golfkursen. Par 72/ 6.049 m. „Home of Golf“ – so wird nicht nur St.Andrews sondern auch der „Old Course“ bezeichnet. Erbaut von einem unbekannten Architekten ist er noch heute ein Meisterwerk. Wohl jeder Golfpro von Rang und Namen hat versucht diesen Platz zu zähmen und viele sind daran gescheitert. So spielte Bobby Jones bei seinem ersten Auftritt im Jahr 1921 auf den ersten Neun eine 46! Um auf diesem Platz zu bestehen, ist es unerlässlich, vom Abschlag aus die richtige Flugbahn zu finden um Hindernissen aus dem Weg zu gehen. Insbesondere am „Road-Hole“, dem 17.Loch. Hier ist das Fairway vom Abschlag nur halb einzusehen und zudem muss über einen Teil des Hotelgeländes gespielt werden. Das Grün wird frontal von einem tiefen Bunker verteidigt und hinten dem Grün befinden sich die Strasse und eine hohe Mauer! Dieser Platz mit halb blinden Abschlägen, dichtem Heidekraut, versteckten Pot-Bunkern und dem immer unvorhersehbaren Wetter ist ein Erlebnis, das sich jeder Golfspieler einmal gönnen sollte.

2012 wurde der Traditionsplatz, Kingsbarns, wieder mit dem GTS Gold Standard Award ausgezeichnet. Das zählt fast mehr als die zahlreichen internationalen Wertungen da dieser Preis als „Oscar“ der schottischen Golfindustrie bezeichnet wird. Dabei stand es um den 1792 eröffneten Platz zeitweise gar nicht gut. 1850 wurde er wieder zu Feldern umgewandelt da diese damals mehr wert waren, 1922 wurden durch Willie Auchterlonie abermals 9-Loch angelegt und 1939 fanden anstatt von Golfturnieren militärische Manöver statt. Aber heutzutage präsentiert sich der 1999 von Kyle Phillips und Mark Parsinen komplett überarbeitete Platz eben als einer der „must play“ Linkskurse.

Quelle: bespokehotels.com

Es gibt Plätze, die werden durch das Setup – mit hart gebackenen Fairways, auf Atomebene geschnittenen Grüns und unmöglichen Fahnenpositionen – zu Championship-Plätzen. Und es gibt den Championship Course von Carnoustie, der dem Golfer immer das Beste abverlangt. Doch es ist ein gewachsener Linkscourse mit langer Tradition und kein synthetischer TPC, wie er in Amerika extra für Turnieraustragungen aus dem Boden gestampft wird. Padraig Harrington sollte es als letzter Gewinner der (British) Open Championship in Carnoustie wissen: „Es gibt keinen Spieler, der diesen Platz nicht herausfordernd vorfand – und die Herausforderung nicht genoss. Respekt für Carnoustie, einen der besten Golfplätze der Welt.“ In Großbritannien jedenfalls gilt er als der anspruchsvollste Linkscourse überhaupt. Doch die ultimative Prüfung steht mit dem Zieleinlauf auf den drei letzten Bahnen an, die als die schwersten zusammenhängenden Golflöcher der Welt gelten. „Barry Burn“, ein 224 Meter langes Par 3, wird ebenfalls von abgründigen Topfbunkern um das vom Tee uneinsehbare Stufengrün verteidigt. Unter Profis gilt es eigentlich als Par 3,5. Auch auf der 17 namens „Island“ ist die Schlägerwahl stets vom Wind abhänging, doch auch schon so verzwickt genug. Denn für den Abschlag steht jeweils nur eine winzige Landezone zur Verfügung, bis der durchs Fairway schlängelnde Kanal eine Vielzahl der Bälle schluckt. Ob das Herausfischen mit den bereitgestellten kiloschweren Metallangeln für künftig mehr Länge vom Tee trainieren soll? Jean Van de Velde leitete hier den Verlust des Open-Titels an Paul Lawrie 1999 ein: „Ich habe meinen besten Schlag abgeliefert. Nächstes Mal nehme ich ein Wedge. Sie sagen, ich bin ein Feigling? – Nächstes Mal, da nehme ich ein Wedge!“. Verzweiflung und Triumph liegen auf den letzten Löchern sehr dicht beieinander.

Alle weiteren Informationen zu den Alfred Dunhill Links Championship findet Ihr auf der Homepage der European Tour und auf der Page zum Turnier.

Euer Stephan

2 thoughts on “Alfred Dunhill Links Championship – Vorbericht

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